Neues Stadtquartier erhält ein Gesicht
Aus zwei Entwürfen entsteht ein Konzept für den Blankenburger Süden

So stellen sich die Planer der Büros yellow z/bgmr Landschaftsarchitekten in ihrem Testentwurf das „Wachstum am Stadtrand“ in Blankenburg vor.
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  • So stellen sich die Planer der Büros yellow z/bgmr Landschaftsarchitekten in ihrem Testentwurf das „Wachstum am Stadtrand“ in Blankenburg vor.
  • Foto: yellow z/ bgmr Landschaftsarchitekten
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Das Werkstattverfahren zur Struktur und zum Nutzungskonzept für den Blankenburger Süden ist abgeschlossen. Damit gibt es nun konkretere Vorstellungen zum neuen Wohngebiet.

Auf dem ehemaligen Rieselfeld zwischen dem früheren Fachhochschulstandort und dem Gewerbegebiet Heinersdorf soll ein neues Stadtquartier entstehen, und zwar mit Wohnungen, Gewerbe, sozialer Infrastruktur und viel Grün. Um ein Bild davon zu vermitteln, wie dieser neue Stadtteil aussehen könnte, hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im November 2019 vier Planungsteams beauftragt, städtebauliche Testentwürfe für die rund 150 Hektar große Fläche zu erarbeiten.

Im Februar stellten die Planungsteams auf einer öffentlichen Veranstaltung ihre Entwürfe vor. Ausgestattet mit Hinweisen und Anregungen, die sie von Anwohnern erhielten, arbeiteten sie bis zum Sommer ihre Planungen weiter aus. Ursprünglich war eine weitere Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung geplant. Diese musste jedoch pandemiebedingt entfallen. Die Beteiligung fand online statt. Bürger hatten auf der Plattform mein.berlin.de die Möglichkeit, sich zu informieren, ihre Meinungen, Kritik und Anregungen zu formulieren. Die Ergebnisse wurden für die abschließende Sitzung des Projektbeirats und des Empfehlungsgremiums aufbereitet. Darauf aufbauend schlägt das Empfehlungsgremium nun vor, die Entwürfe der Planer von Cityförster/Felixx sowie der Planer von yellow z/bgmr zusammenzuführen. Dem hat Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Die Linke) inzwischen zugestimmt. „Ich begrüße den Vorschlag des Gremiums ausdrücklich, die beiden Entwürfe zusammenzuführen, um so ein tragfähiges und ausgewogenes Struktur- und Nutzungskonzept zu erarbeiten“, so der Senator. „Das Konzept bildet die Grundlage für die weiteren Planungen. Es ist erforderlich, um die vorbereitenden Untersuchungen in diesem Gebiet abzuschließen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im ersten Quartal 2021 vorliegen.“

Für die Erarbeitung des endgültigen Struktur- und Nutzungskonzepts wurden fünf zentrale Empfehlungen formuliert. Die städtebaulich-freiraumplanerische Grundstruktur von Entwurf 3 (Cityförster/Felixx) bildet demnach die räumliche Grundlage. Das ist der Entwurf mit dem geringsten Flächenverbrauch. Die Nutzungsverteilung von Entwurf 1 (yellow z/bgmr) wird indes als Basis verwendet, weil darin das Gewerbegebiet Heinersdorf qualifiziert wird. Zudem soll aus diesem Entwurf die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Rieselfeld und die Gewerbesetzung am Blankenburger Pflasterweg übernommen werden.

In Empfehlung drei heißt es: „Die Zentrenverteilung ist in beiden Entwürfen noch nicht hinreichend geklärt. Ein Hauptzentrum soll in räumlicher Nähe zu Blankenburg angeordnet werden.“ Das Empfehlungsgremium ist sich einig, dass die Zusammenführung der beiden Entwürfe einer weiteren städtebaulichen Qualifizierung bedarf. Deshalb wird geraten, diese Qualifizierung in einem moderierten und möglichst schlanken Überarbeitungsprozess vorzunehmen. Schließlich wird empfohlen, die Trassen für Straße und Straßenbahn im Wohngebiet zu bündeln und den Straßenbahnbetriebsbahnhof in das Gebiet zu integrieren. Nach Möglichkeit sollte er im Bereich des Gewerbegebiets entstehen.

Weitere Informationen und Visualisierungen auf www.stadtentwicklung.berlin.de/download/blankenburger_sueden/.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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