Weißenseer Bezirksverband lädt zum Tag des offenen Kleingartens ein

Diese Parzelle in der Kleingartenanlage Rübländer Graben, unweit des S-Bahnhofs Karow, kann zum Tag der offenen Gärten besichtigt werden.
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  • Diese Parzelle in der Kleingartenanlage Rübländer Graben, unweit des S-Bahnhofs Karow, kann zum Tag der offenen Gärten besichtigt werden.
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Weißensee. Kleingärten im Osten des Bezirks Pankow kennenlernen, dazu haben Naturfreunde am 2. Juli Gelegenheit. Der Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Weißensee lädt zum Tag des offenen Kleingartens ein.

Mancher hat immer noch das Vorurteil, dass Kleingärtner diejenigen sind, die sich hinter hohen Hecken verstecken und ihre Gartenzwergsammlung hüten. Aber das stimmt nicht! Zumindest wollen die Kleingärtner Weißensees dies beweisen, indem sie ihre Gartentüren öffnen. „Kleingärten sind seit fast 150 Jahren ein Teil der Berliner Lokalkultur“, sagt der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Holger Thymian. „Zunächst aus Mangel an Nahrung und Wohnung entstanden, in und nach zwei Weltkriegen Überlebensnotwendigkeit, sind die Kleingartenanlagen heute unverzichtbarer Bestandteil der grünen Stadt Berlin. Sie geben der Stadt einen entscheidenden Impuls an Lebensqualität.“

Die Kleingartenvereine sind nicht nur für die etwa 70.000 Berliner Familien wichtig, die ihre Freizeit auf einer eigenen Parzelle verbringen, sie sorgen auch für den sozialen Zusammenhalt ihrer Mitglieder und haben Kontakt zu vielen Kooperationspartner wie Schulen und Kindergärten. Gärtnern ist in der Stadt nach wie vor modern. „Die Nachfrage nach Parzellen ist hoch, und gerade junge Familien möchten ihre Kinder naturnah aufwachsen sehen“, so Thymian. „Allein im Bezirksverband Weißensee stehen etwa 800 Interessenten für einen Garten auf der Warteliste.“

Stadtluft und Stadtklima

Kleingärten sind aber mehr als nur eine Oase für die Nutzer, sie sind auch Teil des öffentlichen Grüns. Sie tragen wesentlich zur Qualität der Stadtluft und zu einem gesunden Stadtklima bei. Außerdem beherbergen sie eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Sie tragen somit zur Biodiversität und zum Artenschutz bei, erklärt der Vorsitzende des Bezirksverbandes. „Der Kohlweißling fliegt immer noch durch Berlin, nicht weil es Parks, sondern weil es Kleingärten gibt.“

Alle Weißenseer Kleingartenanlagen laden in der Gartensaison Besucher zum Spazierengehen und zum Verweilen im Grünen ein. Auch die Sommerfeste der Vereine sind immer öffentlich. „Wir Kleingärtner schotten uns nicht ab. Wir verstehen uns als aktiver Teil der Bevölkerung“, so Holger Thymian. „Dieses Selbstverständnis möchten wir mit einem Tag des offenen Kleingartens demonstrieren. An diesem Tag sind nicht nur die Kleingartenanlagen begehbar, sondern einige Kleingärtner öffnen auch ihre Parzellentür zwischen 12 und 18 Uhr für Besucher. Sie stellen sich neugierigen Fragen.“ Die Kleingartenanlage „Sonnenschein“ lädt zudem zeitgleich zu ihrem Sommerfest ein, und in der Kleingartenanlage „Bullenwiese“ in Karow wird ein Kinderfest organisiert. BW

Eine Übersicht über die teilnehmenden Kleingartenanlagen und die geöffneten Gärten findet sich auf http://asurl.de/130t.
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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