Neue Ideen gefragt
Senat gibt eine Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des S-Bahnhofs Blankenburg in Auftrag

Wie können der S-Bahnhof Blankenburg und sein Umfeld aufgewertet werden? Dazu lässt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bis Ende des Jahres eine Machbarkeitsstudie erstellen.

Den Auftrag dafür erhielt Anfang Mai das Berliner Planungsbüro Agentur BahnStadt GbR. Im Ergebnis soll Anfang 2020 eine Vision für den Bahnhofsbereich entwickelt werden. Davon ausgehend soll dann festgelegt werden, in welchen zeitlichen Etappen dieses Konzept umgesetzt wird. Mit dem Ausbau des S-Bahnhofs Blankenburg soll die verkehrliche Infrastruktur in der Region verbessert werden. Denn allein im Blankenburger Süden könnten nach Vorstellungen des Senats 5000 bis 6000 Wohnungen entstehen. Grob gerechnet wären das rund 15 000 Menschen, die dorthin ziehen. Und wenn man weiß, dass in Blankenburg derzeit 7000 Menschen leben, kann sich jeder ausrechnen, welche Folgen das bei der bisher schon völlig unzureichenden Verkehrsinfrastruktur hätte.

Damit Ideen und Anregungen der Blankenburger in die Studie mit einfließen, luden Senatsverwaltung und Planungsbüro Mitte Juni zu einer Informationsveranstaltung ein. Laut Einladung sollten so Vorschläge für eine „leistungsfähige Verknüpfung zwischen der S-Bahn, der künftig am S-Bahnhof haltenden Straßenbahn M2, dem Bus-, Kfz-, Rad- sowie Fußverkehr“ gesammelt werden. Die Veranstaltung war zwar gut besucht, aber wieder einmal fühlten sich viele Bürger nicht ernst genommen. Denn wichtige Gesprächspartner fehlten. Für den Bahnhof ist eigentlich die Deutsche Bahn AG zuständig, aber kein Entscheidungsträger der Bahn war anwesend. Auch politisch Verantwortliche von Senat und Bezirk waren nicht dabei.

Viele Teilnehmer waren auch verwundert, dass mit der Studie nur der S-Bahnhof und sein unmittelbares Umfeld betrachtet werden sollen. Eigentlich fehlt es in Blankenburg und im gesamten Nordosten des Bezirks an einer großräumigen Verkehrslösung. An dieser wird in der Senatsverkehrsverwaltung bereits gearbeitet. Auch zu aktuellen und zu prognostizierten Fahrgastzahlen konnte niemand Auskunft geben. Unklar ist außerdem bisher, wie und wo die Straßenbahnlinie M 2 überhaupt an den Bahnhof angeschlossen und wo genau sie enden wird. So blieb den Blankenburgern zum Start der Studie noch vieles unklar. Aber zumindest versprach man ihnen, dass mit dem Ausbau des S-Bahnhofs „etwas Tolles entstehen“ soll.

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