Pankower Bauerngarten im Volkspark Blankenfelde feierte jetzt Saisonstart

Max von Grafenstein (vorn) gab den Nutzern zur Saisoneröffnung Tipps.
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  • Max von Grafenstein (vorn) gab den Nutzern zur Saisoneröffnung Tipps.
  • Foto: Anja Wünsche
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Blankenfelde. Im Bauerngarten auf dem Gelände des Botanischen Volksparks in der Blankenfelder Chaussee 5 konnte vor wenigen Tagen Saisoneröffnung gefeiert werden.

Dieser Gemeinschaftsacker ist bei Familien äußerst beliebt. Etwa 500 Pankower haben bereits im Botanischen Volkspark die Freude am Anbau und Genuss des eigenen Gemüses entdeckt. Zur offiziellen Saisoneröffnung übernahmen sie ihre Parzellen und die obligatorische Hacke von den Bauerngarten-Betreibern Max von Grafenstein und Theresa Lehr.

In einer Einführungsveranstaltung erklärten die beiden Bio-Landwirte, welche Gemüse-, Blumen- und Kräutersorten sich bereits in den kreisrunden Beeten befinden und was man tun muss, damit eine reiche Ernte eingefahren werden kann. Das zum Gärtnern nötige Wissen vermitteln die jungen Landwirte in den kommenden Monaten in weiteren Seminaren. Beim Projekt „Bauerngarten“ handelt es sich um Mietgärten. Der Jahresbeitrag beträgt dabei zwischen 200 und 400 Euro, je nach Größe des Beetes. Zur diesjährigen Saisoneröffnung kamen auch die Pankower Bezirksverordnete Sophie Regel (FDP) und der Pankower Bürgerdeputierte Axel Lüssow (Bündnis 90/Die Grünen). Voller Begeisterung bepflanzten sie mit einigen kleinen und großen Gärtnern ein Kräuterbeet.

Eigentlich wollte auch Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), der Senator für Justiz und Verbraucherschutz, ebenfalls vorbeikommen. Er musste aber krankheitsbedingt absagen. Dafür ließ er seinen Mitarbeiter Magnus Heise ein Grußwort verlesen. „Innovative Konzepte wie die des Bauerngartens zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, eine regionale, saisonale und ökologische Lebensmittelerzeugung und Ernährung umzusetzen“, so der Senator. „Deshalb hat sich der Berliner Senat zum Ziel gesetzt, die Urban-Gardening-Akteure unserer Stadt zukünftig noch stärker zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen die ‚Essbare Stadt Berlin‘ zu entwickeln.“

Unterstützung vonseiten der Politik wird auch dringend benötigt, um der großen Nachfrage aus der Bevölkerung durch die Einrichtung weiterer Bauerngärten befriedigen zu können. Bislang ackern etwa 1500 Berliner an drei Standorten in Pankow, Spandau und Großziethen in diesem Projekt. Doch es könnten noch viel mehr sein, wie ein Blick auf die Wartelisten der drei Standorte zeigt. Allein in Pankow gibt es derzeit eine Warteliste mit mehr als 300 weiteren Interessierten.

Neue Flächen sind, insbesondere für junge Landwirte wie Grafenstein und Lehr nur schwer zu bekommen. In Städten wie München ist man da schon weiter. Ein von der Stadt initiiertes Projekt bietet den Bewohnern sogenannte „Krautgärten“ an: Ackerflächen oder ehemalige Brachen, die parzelliert und bepflanzt für ein Jahr verpachtet werden. Rund 2500 dieser „Krautgärten“ gibt es bereits in der bayerischen Landeshauptstadt. Max von Grafenstein: „Es wäre großartig, wenn Berlin diesem Beispiel folgen würde.“ BW

Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet auf www.bauerngarten.net/standorte/bauerngarten-pankow.
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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