"Das Wichtigste ist das Vertrauen ins Team"
Cheerleaderabteilung des SV Stern Britz sucht Nachwuchs

Herausgeputzt für einen großen Auftritt: die "Peewees" der Bright Stars Berlin.
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  • Foto: SV Stern Britz
  • hochgeladen von Susanne Schilp

„Das ist nicht einfach Puschelschwenken, sondern eine knallharte Sache“, sagt Sebastian Walther. Er ist Vorstand der Abteilung Cheerleading beim SV Stern Britz 1889 und möchte noch mehr Mädchen –und auch Jungs – für die Sportart begeistern.

Lange Zeit stand das Cheerleader-Team Bright Stars Berlin ein wenig im Schatten der Britzer Footballer, den Thunderbirds, die es bei Spielen anfeuerte. „Seit 2011 sind wir eigenständig und noch erfolgreicher als zuvor“, so Walther. Regelmäßig stehen Auftritte und die Teilnahme an Wettbewerben und Meisterschaften auf dem Programm. Die Ältesten, die Seniors, fahren nächstes Frühjahr sogar in die USA, um in Orlando bei der „All Stars Champions League“ anzutreten.

Bei aller Freude über die Leistungen der Cheerleader soll jedoch der Spaß im Vordergrund stehen. „Bei uns geht es nicht immer nur ums Gewinnen wie bei vielen großen Vereinen, wir sind eher wie eine Familie“, betont Walther.

Den Sport beschreibt er als eine Mischung aus Bodenturnen, Tanz und Akrobatik. Da werden Räder geschlagen, Flickflacks, Saltos und Schrauben gesprungen, Pyramiden gebaut, Mädchen in die Luft gewirbelt, Stunts und Hebefiguren ausgeführt. Was zählt, sind Körperspannung, synchrone Bewegungen, Dehnung und vor allem Vertrauen ins Team. „Wichtig ist zu erfahren: Ich muss nicht alles können und darf mich immer auf die anderen verlassen“, so Walther, dessen achtjährige Tochter ebenfalls mit von der Partie ist.

Rund 60 Mitglieder zählen die Bright Stars, darunter fünf männliche. Es gibt drei Gruppen: die „Peewees“, die höchstens zwölf Jahre alt sind, die Juniors und schließlich die Seniors, die 16 Jahre oder älter sind. Das Einstiegsalter liegt bei fünf bis sechs Jahren.

Ob Cheerleading das Richtige für sie ist, können Kinder und Jugendliche bei einem einmonatigen kostenlosen Probetraining herausfinden. Geübt wird zwei Mal in der Woche: Die "Peewees" üben montags und mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr in der Walter-Gropius-Schule, danach sind Junior-Gruppen an der Reihe. Die Älteren treffen sich regelmäßig in der Fritz-Karsen-Schule. „Der Sport ist recht trainingsintensiv, und sicher werden alle erst einmal einen kräftigen Muskelkater haben. Aber wer sich dafür entscheidet, bleibt meistens lange dabei“, sagt Walther.

Ganz billig ist Cheerleading nicht. Ist der Vereinsbeitrag mit 18 Euro pro Monat noch relativ moderat, schlagen die Schuhe immerhin mit rund 60 Euro und die eigens aus den USA importierten Kostüme mit rund 250 Euro zu Buche. Die teuren Shorts und Oberteile werden aber nur für Auftritte gebraucht, fürs normale Training stellt der Verein Kleidung zur Verfügung, beim Probemonat kann jeder seinen eigenen Sportdress mitbringen. An den Kosten soll es aber auf keinen Fall scheitern. „Eltern mit wenig Geld können sich vom Jobcenter unterstützen lassen. Wir helfen ihnen dabei“, verspricht Walther.

Wer die Bright Stars in Aktion erleben möchte, hat beim deutsch-amerikanischen Volksfest im Tempelhofer Marienpark demnächst dazu Gelegenheit. An den ersten drei Augustsonntagen treten sie jeweils am späten Vormittag und am frühen Nachmittag auf der Hauptbühne auf.

Weitere Informationen gibt es unter www.brightstarsberlin.de und vorstand@brightstarsberlin.de.

Herausgeputzt für einen großen Auftritt: die "Peewees" der Bright Stars Berlin.
Sebastian Walther mit seiner Tochter Pia, die mit Begeisterung Cheerleaderin ist.

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