Wahlen entscheiden auch über die Zukunft der Jüngeren
Mit 16 ein Kreuz machen

Für die kommende Europawahl kommt der Vorstoß zu spät. Aber er wird sicher auch danach noch eine Rolle spielen.

Jugendliche bereits im Alter von 16 Jahren für wahlberechtigt erklären, lautet die Forderung – was in Berlin bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen schon möglich ist. Aber künftig soll das grundsätzlich gelten.

Außer der Zielgruppe finden das inzwischen auch manche Politiker gut und wichtig. Etwa Justizministerin Katarina Barley (SPD). Motto etwa: Wer in der Lage ist, sich jeden Freitag zur großen Klimarettungsdemo zu versammeln, der besitzt auch die Fähigkeit, sein Kreuz in der Wahlkabine zu machen.

Eine Schlussfolgerung, vor der die Gegner warnen. Jugendliche würden häufig emotional und spontan agieren und hätten nur selten den Überblick über alle Zusammenhänge.

Das ist, so finde ich, nicht ganz falsch. Aber trifft das nicht auch auf manche Erwachsene zu? Außerdem entscheidet jede Wahl über die zumindest nähere Zukunft. Also auch über die der Heranwachsenden. Etwas anderes ist deshalb nach meiner Ansicht viel wichtiger. Wer die Möglichkeit hat, bei einer Wahl mitzumachen, sollte sie nutzen und um ihre Bedeutung wissen. Hier sind zum Beispiel die Schulen gefordert. Und wenn 16-Jährigen das Wahlrecht zugebilligt wird, dann sollten sie auch insgesamt für volljährig erklärt werden. Mit allen Rechten und Pflichten.

Schlecht muss das nicht sein. Nur mal angenommen, in Großbritannien hätte sich diese Altersgruppe bei der Volksabstimmung zum Brexit beteiligen können. Das Ergebnis wäre wahrscheinlich anders ausgefallen.

Soll das Wahlalter auf 16 Jahre herabgesetzt werden?

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