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Berlin Türkspor verliert erneut

Wo: Sportplatz Heckerdamm, Heckerdamm 204, 13627 Berlin auf Karte anzeigen
Berlin Türkspor (rot) rutscht nach der Niederlage gegen den Nordberliner SC weiter in den Tabellenkeller.
Berlin Türkspor (rot) rutscht nach der Niederlage gegen den Nordberliner SC weiter in den Tabellenkeller. (Foto: Michael Nittel)

Die Fußballer von Berlin Türkspor haben ein so genanntes Sechs-Punkte-Spiel im Tabellenkeller der Berlin-Liga verloren: Im Duell mit dem Nordberliner SC musste sich die Truppe vom Heckerdamm vor heimischem Publikum mit 2:3 (1:1) geschlagen geben.

„Das gibt es doch gar nicht!“ Diesen Satz hörte man während der Partie am 11. März häufiger aus dem Mund eines Türkspor-Fans. Er fiel immer dann, wenn die Angreifer des Gastgebers mal wieder eine einhundertprozentige Torchance vergeben hatten – und davon hatte das Team um Trainer Kenan Arayici mehr als eine Handvoll.

Doch der Reihe nach: Der Tabellenvorletzte aus Heiligensee war bereits nach nur vier Spielminuten durch Lukas Fechner in Führung gegangen. Doch nur fünf Minuten später konnte Hassan Salhab egalisieren. Das 2:1 für den Gast erzielte Benjamin Burow (64.), bevor Tarkan Korkmazyürek nur drei Minuten später erneut ausgleichen konnte. In der Folge berannte Türkspor das Tor um Gästeschlussmann Sebastian Paul ein ums andere Mal, bekam den Ball aber mehrfach in aussichtsreicher Position nicht über die Torlinie. Die besten Gelegenheiten vergaben Kadir Erdil und der eingewechselte Berkan Türken, der aus kürzester Distanz nur die Latte traf. Die Abschlussschwäche der Gastgeber war eklatant – zur Verteidigung der Angreifer muss aber auch angeführt werden, dass der Rasenplatz am Heckerdamm wahrlich einem Acker gleicht und es auch Szenen gab, in denen das Geläuf den Kickern einen Strich durch die Rechnung machte: So war es knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff und beim Stand von 2:2 erneut Kadir Erdil, der sich gut in Szene gesetzt und Gästetorwart Paul bereits umkurvt hatte, als der Ball unglücklich versprang und Erdil aus spitzem Winkel den möglichen Siegtreffer verpasste.

„Weiter, Jungs“, feuerten die Zuschauern und Coach Arayici ihre Spieler immer wieder an – in der guten Hoffnung, dass doch noch der Siegtreffer gelingen möge. Doch den erzielten die Gäste: Als die Türkspor-Abwehr zu weit aufgerückt war, wurde Nordberlins Angreifer Adnan Abo-Ayash mit einem Steilpass in den freien Raum geschickt. Der Neuzugang steuerte allein auf Tolunay Cetinkaya im Tor der Gastgeber zu und netzte zum umjubelten Siegtreffer ein.

Damit blieb Berlin Türkspor auch im dritten Spiel nach der Winterpause punkt- und sieglos, rutschte in der Tabelle auf Platz 15 ab und liegt nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem BSV Al-Dersimspor nicht auf einem Abstiegsrang. Denn zu allem Überfluss punktete die Konkurrenz im Tabellenkeller und erhöht den Druck auf Türkspor: Neben dem Nordberliner SC siegten auch die Füchse Berlin und der DJK Schwarz-Weiß Neukölln. Damit punkteten immerhin drei der letzten sechs Teams in der Tabelle dreifach. So sind mittlerweile wohl auch die letzten Stimmen verstummt, die Türkspor aufgrund der Vielzahl an erfahrenen Spielern im Kader, die nahezu durchweg schon höherklassig gespielt haben, attestieren, viel zu gut zu sein, um in Abstiegsgefahr zu geraten oder sogar abzusteigen. Spätestens seit diesem Sonntag ist klar: Für Türkspor hat der Abstiegskampf in Berlins höchster Spielklasse längst begonnen.

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