Gemeinsam ist mehr möglich
Bezirk beging den Tag des Ehrenamtes mit einem "Markt der Möglichkeiten"

Werbung machen für das Ehrenamt war auf dem "Markt der Möglichkeiten" angesagt, den die Vereine und Organisationen in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße aufgebaut haben.
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  • Werbung machen für das Ehrenamt war auf dem "Markt der Möglichkeiten" angesagt, den die Vereine und Organisationen in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße aufgebaut haben.
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Gute Resonanz gab es auf den Tag des Ehrenamtes, den der Bezirk traditionell zelebriert. Fast 40 Vereine und Organisationen präsentierten sich am 14. Juni unter dem Motto „Gemeinsam ist mehr möglich“, dazu nahmen die drei Träger des diesjährigen Ehrenamtspreises ihre Auszeichnung entgegen.

In zwei langen Reihen hatten alle ihre Stände in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße zu einem „Markt der Möglichkeiten“ zusammengestellt, die für ihre Existenz auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind. „Es sind so viele wie immer“, stellte Annegret Hansen, Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, zufrieden fest. Sie organisiert Jahr für Jahr die Veranstaltung – dieses Mal mit Unterstützung des neuen Sozialstadtrats Detlef Wagner (CDU) – und ist überzeugt davon, dass die Werbung in eigener Sache für die Organisationen und Vereine unabdingbar ist.

Bodo Lamche von der Freiwilligenagentur des Bezirksamtes bestätigte das: „2015, als die erste Flüchtlingswelle aufzufangen war, kamen im Nachgang der Veranstaltung 300 Menschen zu uns ins Rathaus, um sich beraten zu lassen, wo sie helfen können. So viele waren es dann in den Jahren danach natürlich nicht mehr, aber es ist schon gut, dass wir hier stehen.“

Zwei Dinge schießen Hansen immer sofort durch den Kopf, wenn das Wort Ehrenamt fällt. Erstens, dass die Leistung all derer, die unentgeltlich ihre Freizeit opfern, um sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen, viel zu selten eine Würdigung erfährt. Auf der anderen Seite wundere sie sich immer, warum die erste Frage von neuen „Rekruten“ oft die sei, was sie denn dafür bekämen. Hansen erklärt ihnen den Sinn einer ehrenamtlichen Tätigkeit dann so: „Es sollte eine Ehre sein, für den anderen etwas zu tun.“

Die BV-Vorsteherin weiß, wovon sie spricht. Sie selbst betreut seit Jahren eine mittlerweile 105 Jahre alte Frau. Ihr ist die Veranstaltung ein echtes Anliegen. „Ich finde, ehrenamtliches Engagement wird zu wenig gewürdigt, oftmals ja nicht einmal erwähnt.“

Für ihr freiwilliges Engagement wurde in diesem Jahr Pensionär Joachim Saint-Paul ausgezeichnet, der dabei half, die Willkommensklassen am Gottfried-Keller-Gymnasium aufzubauen und die Lehrkräfte bis heute bei deren Beschulung unterstützt. Axel Neukum ist seit 2003 ehrenamtlich in der Seniorenarbeit im Bezirk tätig. Angefangen hat er im Seniorenclub Werner-Bockelmann-Haus. Vor einigen Jahren hat er die Organisation und Verwaltung aller Computerkurse im Seniorenclub Herthastraße und dem Divan-Stadtteilzentrum übernommen. Auch Uwe Otzen von der Interessengemeinschaft Ruhleben sowie Harald Drobek, der sich als DJ Big Bear im Kinderhilfswerk engagiert und in vielen Senioreneinrichtungen mit Musik für gute Stimmung sorgt, durften sich über die Würdigung ihrer Arbeit und einen Scheck in Höhe von 650 Euro freuen.

Werbung machen für das Ehrenamt war auf dem "Markt der Möglichkeiten" angesagt, den die Vereine und Organisationen in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße aufgebaut haben.
Klaus-Dieter Gröhler (li.), CDU-Mitglied des Bundestages, und Uwe Weise, Koordinator der ehrenamtlichen Dienste im Rathaus, überreichen dem pensionierten Lehrer Joachim Saint-Paul (re.) den Ehrenamtspreis.
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Matthias Vogel aus Charlottenburg

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