Entlang der Magistrale
Die Stadtführung am 22. Februar 2020 führt zum Petersburger Platz

Corona- Unternehmens-Ticker

Bei meinem 182. monatlichen Stadtspaziergang lade ich Sie zum Petersburger Platz ein.

Am Platz an der Petersburger Straße blieb die Pfingstkirche aus der späten Kaiserzeit das prächtigste Gebäude. An ihrer Fassade züngelt ein stilisiertes rotes Flammenfeld empor, hergestellt aus gebrannten Klinkern. Die „Flamboyant-Gotik“ mittelalterlicher Endzeit lässt grüßen, ein Hauch französischer Westen im Berliner Osten.

Auch hier gibt es bis heute die alten Vorderhäuser, Seitenflügel und Quergebäude, einst Klo auf halber Treppe. In den 50er-Jahren wurde nach den starken Kriegszerstörungen „die Allee“ mit ihrer aufwendigen Neubebauung zur Magistrale. Die alte Reichsstraße Eins, Ausfallstraße nach Osten, hier Große Frankfurter Straße, bekam 1949 für knapp zwölf Jahre den Namen Stalinallee. Als sie im November 1961 nach Karl Marx umbenannt worden ist, war das „Nationale Bauen“ mit seinen Stein auf Stein gemauerten prächtigen Arbeiterpalästen samt ihrer klassizistischen Schinkeldekors schon eine Weile aus der Mode. Jetzt kamen vielgeschossige Wohnhäuser, seriell vorgefertigt aus der Fabrik und wurden auf der Baustelle montiert.

Unten gibt es Mitte der 70er-Jahre die Galerie im Turm. 1962 hatte ganz in der Nähe das Kino Kosmos eröffnet – maßgeschneiderter Einzelbau und Kontrastprogramm in der „Allee“. Mit rechtwinkligen Aluminium-Glas-Fassaden, glatten Flächen und dem puristischen Oval des Zuschauerraumes wurde es damals zum Zeichen radikalen Architektur-Wechsels zu den Formen internationaler Bauhaus-Tradition. Heutzutage gibt es hier Events, Kongresse und Veranstaltungen, manchmal auch Kino. Nebenan war vor Jahresfrist auch ein kleiner Wechsel: Aus dem satirischen Kabarett Charly M. wurde das MundArt und Comedy Theater „Berliner Schnauze“.

Der Spaziergang beginnt am 22. Februar 2020, 11 Uhr. Treffpunkt ist am Kino Kosmos, Karl-Marx-Allee 131a. Verkehrsverbindung: U5 Frankfurter Tor M10, Tram 21. Die Führung ist für Leser der Berliner Woche kostenlos. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich: am Freitag, 21. Februar 2020, von 10 bis 12 Uhr anrufen unter 887 27 74 14.

Autor:

Bernd S. Meyer aus Mitte

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