Trends vor dem 2. Weltkrieg
Roesler-Ausstellung im Keramik Museum Berlin

Im Keramik Museum Berlin (KMB), Schustehrusstraße 13, wird am Sonnabend, 1. Juni, um 19 Uhr eine neue Ausstellung eröffnet. Ein Jahr lang wird ein Querschnitt der Produktion im Jahre 1894 in Rodach bei Coburg gegründeten Wächtersbacher Steingutfabrik gezeigt.

Der florale Jugendstil ist ebenso vertreten, wie Entwürfe, die an die Künstler der Darmstädter Mathildenhöhe und die Wiener Secession erinnern. Nach dem 1. Weltkrieg entstanden auch Entwürfe des Art Deco und dann zum Ende der 20er-Jahre das Spritzdekor als neue abstrakt expressive Dekorationstechnik.

Vasen und Schalen, Ess- und Kaffeeservice, Entwürfe für den gedeckten Tisch und die moderne Vorratshaltung in der Küche, Figuren und Kinderservice – die Ausstellung dokumentiert die Produktionsvielfalt der Feinsteingutfabrik Max Roesler, die 1937 arisiert und 1942 aus dem Handelsregister gelöscht wurde. Ihre Erzeugnisse sind Relikte der keramischen Industrie in Deutschland vor dem 2. Weltkrieg. Die Exponate stammen zum größten Teil aus der exquisiten Sammlung von Rolf Hinderk Peters und werden durch Leihgaben aus Rodach, Köln und Freital ergänzt.

Nach der Begrüßung durch den Museumsleiter Heinz-Joachim Theis beleuchtet Peters die Geschichte und das Schaffen der Fabrik. Danach spricht Holger Hohlfeld zum Thema "Till Sudeck – Studiokeramik". Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag, 9. und 10. Juni, findet der traditionelle Keramiktrödel jeweils von 11 bis 17 Uhr statt und am 22. September können sich die Roeslerfreunde auf eine „Roeslerbörse“ im Innenhof des Keramikmuseums freuen.

Der Eintritt zur Ausstellung kostet vier Euro, geöffnet ist immer von Freitag bis Montag, jeweils von 13 bis 17 Uhr.

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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