„Lebensort Vielfalt“ nominiert: Mehrgenerationenhaus hofft auf Alterspreis

Vielfalt bis ins hohe Alter: Die Schwulenberatung Berlin betrat mit ihrem Haus in der Niebuhrstraße Neuland.
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Charlottenburg. Als es vor sechs Jahren eröffnete, war der „Lebensort Vielfalt“ das erste Mehrgenerationenhaus für Schwule in Europa. Jetzt könnte die Einrichtung mit rund 30 Stammbewohnern für ihre Pionierarbeit den Lohn einfahren.

Sie ist einer der sieben verbliebenen Kandidaten für den Alterspreis der Robert-Bosch-Stiftung. Mit einer Prämie von 120 000 Euro soll am Ende ein Projekt bedacht werden, das ein Zusammenleben im fortgeschrittenen Alter beispielhaft umsetzt. Nun ist der „Lebensort Vielfalt“, getragen von der Schwulenberatung Berlin, in die Endauswahl vorgerückt, nachdem man sich als einer von 146 Bewerbern aus ganz Deutschland qualifiziert hatte.

Im Haus an der Niebuhrstraße 59/60 finden nicht nur Homosexuelle einen Platz, um in Würde alt zu werden. Dort ansässig sind auch ein Café, das Restaurant "Wilde Oscar", eine Bibliothek, 24 Privatwohnungen und eine betreute Wohngemeinschaft für Männer mit Pflegebedarf.

"Der Deutsche Alterspreis zeigt das Engagement für das Alter und macht kreative Ideen sichtbar. Selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen so lange wie möglich ist Wunsch vieler älterer Menschen. Die altersgerechte Gestaltung der Wohnung, eine

funktionierende Nachbarschaft, die Einbindung sozialer oder pflegerischer Dienste oder die Schaffung innovativer Wohnformen – all dies sind Ansätze, wie auch im hohen Alter die notwendigen Hilfen bereitgestellt werden können“, erklärt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), die Schirmherrin des Deutschen Alterspreises, dessen Bedeutung. Am Dienstag, 15. November, wird Schwesig in der Berliner Niederlassung der Robert-Bosch-Stiftung verkünden, wer die diesjährige Auszeichnung gewinnt. 2016 lautet das Motto „vielfältig wohnen“. tsc

Autor:

Thomas Schubert aus Charlottenburg

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