Auf S-Bahnhöfen wird trotz Rauchverbot weiter gequalmt

Berlin. Seit über einem Jahr setzt die Berliner S-Bahn Sicherheitspersonal ein, das das Rauchverbot kontrollieren und Bußgelder verhängen soll.

Beschwerden von Fahrgästen hatten im April 2016 dafür gesorgt, dass die Berliner S-Bahn beschloss, das auf Bahnhöfen, in Zügen und im gesamten Bahnhof geltende Rauchverbot strikter durchzusetzen – Ausnahme sind spezielle gekennzeichnete Bereiche.

Seitdem sind Sicherheitskräfte unterwegs, um die Einhaltung zu kontrollieren. Wenn sie jemanden erwischen, der außerhalb der ausgewiesenen Raucherinseln qualmt, dürfen sie ein Bußgeld von 15 Euro verlangen. Bisher wurden 5478-mal entsprechende Entgelte erhoben.

In der Praxis wird das Rauchverbot jedoch oftmals ignoriert. Zumindest erlebt dies Hans Meierhöfer, Leser der Berliner Woche. Er hatte sich an die Redaktion gewendet. Trotz täglicher S-Bahnfahrten hat er noch nie eine Kontrolle erlebt, bei der es um das Rauchverbot ging. Raucher auf den Bahnsteigen trifft er dagegen häufig.

„Raucher rauchen wieder genauso stark und oft wie vor dem Verbot“, sagt er. Die Aussage der S-Bahn, dass sie sich verpflichtet, streng gegen Verstöße vorzugehen, hält er für ein leeres Versprechen. In der Realität sehe es so aus, dass die Sicherheitsmitarbeiter sich nicht um das Rauchverbot kümmern würden – „oder sogar selbst dagegen verstoßen". Die S-Bahn Berlin räumt ein, dass es weiterhin Beschwerden gibt. „Die Herausforderung für uns ist, die Nichtraucher zu schützen, ohne die Raucher unnötig zu verprellen“, sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Mit den Ergebnissen der Strategie von Bußgeldern und Raucherinseln ist er zufrieden, dennoch soll sie intensiviert werden. Zukünftig sollen noch mehr Sicherheitskräfte Bußgelder erheben. Im Gegenzug soll es mehr Raucherinseln geben. jtw

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Autor:

Jana Tashina Wörrle aus Charlottenburg

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