„Hässlich, dreckig, abschreckend“
CDU will die Wilmersdorfer Straße aufgewertet wissen

Wie soll sich die Wilmersdorfer Straße entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich die CDU-Ortsverbände City-Kurfürstendamm und Charlottenburg im Rathaus. So könne es jedenfalls nicht weitergehen, befand Chef-Initiator Klaus-Dieter Gröhler.

Mit der Kamera hat sich der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes Charlottenburg auf die Socken gemacht, um die Missstände der Fußgängerzone zu dokumentieren. Die etwa 30 Teilnehmer an der Diskussion – Gewerbetreibende, Anwohner, Köpfe von Initiativen – bekamen Bilder von Gehwegschäden im Altstadtbereich, in zweiter Reihe parkenden Lieferwägen, der mit Taubenkot verschmierten S-Bahn-Unterführung oder kreuz und quer abgestellten Fahrrädern zu sehen. „Hässlich, dreckig, abschreckend“, charakterisierte Gröhler die Straße, in der er selbst aufwuchs.

Der CDU-Vorschlag: Die Verlängerung der Fußgängerzone um den Abschnitt von der Schillerstraße bis zur Bismarckstraße und eine funktionale sowie optische Aufwertung der Strecke von der Bismarckstraße bis zu Otto-Suhr-Allee. Für Letzteres wären 20 Bäume auf Kosten von 15 Parkplätzen zu pflanzen, die Straße mit historischen Laternen zu beleuchten und die Gehwege an den Kreuzungen vorzustrecken und mit zum Altstadt-Charme passenden Pollern abzusichern, um das Beparken der Ecken auszuschließen. Für kontroverse Diskussionen sorgte das Thema Verkehr. Gröhler schlug vor, die Schillerstraße trotz Fußgängerzone für den Durchgangsverkehr offen zu lassen, um die Nutzung des Parkhauses der Wilmersdorfer Arcaden aufrecht zu erhalten. Nicht nur die Vertreter der Initiative „Karl-August-Kiez _ lebenswert!“ hatten Bedenken: „Entweder Fisch oder Fleisch“.

Verkehrsführung, Parkraum-Organisation, ein Zebrastreifen in Höhe von Rogacki, mehr Präsenz von Ordnungshütern im „Abschnitt ohne Gesetze“, wie ein Anwohner den Bereich zwischen Schiller- und Bismarckstraße nannte – es gäbe viel zu tun, um die Aufenthaltsqualität und damit die Kundenströme zu erhöhen. „Und es muss schnell getan werden“, sagte Thomas Bong, Vorsitzender der AG Wilmersdorfer Straße. Der nächste Schritt sei nun, so die CDU, die Anwohner, Vermieter und Gewerbetreibenden mit ins Boot zu holen. Das Konzept sei sicher nicht vollständig und müsse um Ideen der Akteure vor Ort und der Bürger angereichert werden, sagte Gröhler. Der Aufschlag aber ist gemacht.

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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