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Zu wenig WLAN: Berliner S-Bahnfahrer müssen weiter das Mobilfunknetz nutzen

Berlin. Anders als in Hamburg wird es in der Berliner S-Bahn vorerst kein flächendeckendes WLAN geben.

Mit dem Smartphone unterwegs im Internet zu surfen. Das ist für viele Berliner Standard, während sie auf den Zug warten oder in der Bahn sitzen. Schön, wenn man dafür ein kostenfreies WLAN nutzen kann. Ein gutes öffentliches Netz anzubieten, sehen viele Städte schon heute als wichtig an – ebenso die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs oder von anderen öffentlichen Einrichtungen. Auch in Berlin gibt es an vielen Orten ein Netz, das jeder frei nutzen kann. Nur nicht überall in der S-Bahn.

Hat die BVG sich dafür entschieden, alle Bahnhöfe mit einem kostenlosen WLAN auszustatten, so setzt die Berliner S-Bahn darauf, dass die Bahnfahrer sich mit den Netzen zufriedengeben, die bereits vorhanden sind – etwa das WLAN der Deutschen Bahn an den größeren Bahnhöfen, an denen auch Regionalzüge fahren oder eben das Netz der BVG.

Anders als derzeit in Hamburg, wo die S-Bahn im Rahmen eines Pilotprojekts mit einem flächendeckenden WLAN ausgestattet wird, ist so etwas in Berlin nicht geplant. Und das, obwohl die aktuelle Regierungskoalition vorsieht, bis 2019 ein berlinweites Angebot an öffentlichen WLAN-Zugängen zu schaffen. Ein frei nutzbares WLAN wäre nach Ansicht des netzpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Sven Kohlmeier, ein Aushängeschild für eine Großstadt wie Berlin und auch ein Werbefaktor für die Unternehmen, die dies zur Verfügung stellen. „Wir können die S-Bahn nicht zwingen, kostenfreies WLAN zur Verfügung zu stellen. Aber natürlich ist politisch zu überlegen, ob die Bereitstellung nicht auch in den Verträgen mit der S-Bahn geregelt werden kann“, sagt Kohlmeier. Er setzt allerdings auf die Freiwilligkeit der Bahn. jtw

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