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  • 16. März 2017, 00:00 Uhr
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Kulturförderverein Phoenix erinnert mit Filmabend an Jurek Becker

24. März 2017 um 19:00
Kirchliches Begegnungszentrum KBZ, 13125, Berlin

Karow. Zu einem Filmabend „Jurek Becker – ein ungewöhnliches Leben“ lädt der Kulturförderverein Phoenix ein.

Jurek Becker, der vor 20 Jahren starb, gehört zu den interessantesten Künstlern der DDR. So ist zum Beispiel sein Geburtsjahr unbekannt. Vermutet wird 1937. Becker wurde als Jude in Lodz geboren. Im damaligen Ghetto gab sein Vater das Geburtsdatum aber älter an, als Jurek war. Er wollte ihn so vor der Deportation schützen. Sowohl der Sohn als auch der Vater überlebten das Ghetto. Aber der Vater konnte sich nicht mehr an das richtige Geburtsdatum erinnern. Beide zogen 1945 nach Prenzlauer Berg, in die heutige Käthe-Niederkirchner-Straße. Dort begann Jurek Beckers erfolgreiche Laufbahn als Drehbuchautor und freier Schriftsteller.

Einer seiner berühmtesten Filme war „Jakob, der Lügner“, der sogar für den Oscar nominiert wurde. Beckers Leben in der DDR war allerdings von zahlreichen Konflikten begleitet. Ende der 70er-Jahre verließ er die DDR, ging in den Westen. Hier wurde er unter anderem als Autor der erfolgreichen Serie „Liebling Kreuzberg“ bekannt.

Über das Leben des Autors wird am 24. März ab 19 Uhr Katrin Sell im KBZ in der Achillesstraße 53 sprechen. Danach wird der Film „Das Versteck“ nach einem Drehbuch von Jurek Becker gezeigt. Die Hauptrollen in diesem Streifen aus dem Jahre 1977 spielen Jutta Hoffmann, Manfred Krug, Dieter Mann und Alfred Müller. Regie führte Frank Beyer. Der Eintritt zum Filmabend kostet fünf Euro. BW

Autor: Bernd Wähner
aus Pankow
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