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  • 19. August 2017, 00:00 Uhr
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Kunstvolle Teppiche im Museum für Islamische Kunst

20. Oktober 2017
Pergamonmuseum, Berlin
Der Fürst Nawab Schuja ad-Daula (r. 1753-75) von Awadh mit seiner Familie auf einem ungewöhnlichen Teppich mit kraftvollem Blütenmuster in starken Farben, signiert Mihr Tschand, Indien (Lucknow), um 1775, Deckfarben und Gold auf Papier.
Der Fürst Nawab Schuja ad-Daula (r. 1753-75) von Awadh mit seiner Familie auf einem ungewöhnlichen Teppich mit kraftvollem Blütenmuster in starken Farben, signiert Mihr Tschand, Indien (Lucknow), um 1775, Deckfarben und Gold auf Papier. (Foto: Museum für Islamische Kunst, SMB/Ingrid Geske)



Mitte. „Behaglich: Teppiche in indischen Miniaturmalereien“ heißt eine Sonderpräsentation des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel, die vom 20. Oktober bis 26. Januar 2018 gezeigt wird.

Die Ausstellung im Buchkunstkabinett des Museums für Islamische Kunst zeigt rund 22 indo-islamische Malereien aus der Moghulzeit, die die Verwendung von Teppichen in den Kreisen der gesellschaftlichen Eliten veranschaulichen. Die Moghulkaiser waren islamische Herrscher, die zwischen 1526 und 1858 über weite Teile Indiens regierten. Der Gründer der Dynastie, Babur, stammte aus dem persisch geprägten Zentralasien. Von dort brachte er zahlreiche Gepflogenheiten in seine neue Heimat mit, so auch den Gebrauch von Teppichen als bevorzugten Einrichtungsgegenstand.

Nirgendwo spielen Teppiche eine so große Rolle wie in der der islamischen Welt. In einer Region, die über Jahrhunderte kaum Möbel kannte, ermöglichten sie ein entspanntes Sitzen und Schlafen. Gleichzeitig dienten sie als Repräsentationselement und trugen bei staatstragenden Ereignissen zu einem eindrucksvollen Ambiente bei. DJ

Autor: Dirk Jericho
aus Mitte
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