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  • 3. Juni 2017, 11:32 Uhr
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Albert Maurer: Die Schwarze Flucht

6. Juli 2017 um 20:00
Café Tasso, 10247, Berlin

Aus aller Welt kommen Flüchtlinge zu uns. Sie flüchten vor Bomben und Krieg, vor Gewalt und Hass. Nicht nur unsere Politiker scheinen von der Welle der Flüchtenden überwältigt zu sein. Doch ist das alles wirklich neu?

Vielleicht hilft ein Blick in die Vergangenheit. Was waren nach 1945 die Ursachen der Fluchtbewegung?

Ein Land kann exemplarisch Auskunft geben: Jugoslawien. Hier siedelten seit dem 18. Jahrhundert die Donauschwaben. 1941 wurde Jugoslawien von Hitlerdeutschland besetzt. Gewaltexzesse der deutschen Besatzer folgten, die mit dem Sieg der Roten Armee und der Tito-Partisanen in brutale Rache­aktionen umschlugen. Die Donauschwaben wurden in Lager geworfen, dort misshandelt und ermordet - ein bislang politisch und literarisch unbekannter Genozid, der sicher für viele überraschend ist: Deutsche als Opfer – und nicht als Täter?

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die donauschwäbische Bauernfamilie Johann und Elisabeth Helfrich und ihre kleine Tochter Paula. Elisabeths Bruder geht zur SS. Der Serbe Pero schließt sich den Partisanen an. Alle Figuren treffen sich im Todeslager Gakowa wieder, aus dem Johann und Elisabeth die Flucht nach Deutschland gelingt.

Autor: Café Tasso
aus Friedrichshain
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