Bezirksamt finanziert Ausbildung zum Kiezsportübungsleiter

9. September 2016
13:00 Uhr
Sportpark Poststadion, 10557, Berlin
Verena Kupilas erklärt angehenden Kiezübungsleiterinnen im Schöneberger Kleistpark das Aufwärmtraining vor einer Nordic-Walking-Einheit.
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  • Verena Kupilas erklärt angehenden Kiezübungsleiterinnen im Schöneberger Kleistpark das Aufwärmtraining vor einer Nordic-Walking-Einheit.
  • Foto: biph
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Mitte. Sportinteressierte, die mit Freizeitgruppen Bewegungsangebote in Parks machen wollen, können ab 16. September eine Ausbildung zum Kieztrainer absolvieren.

Tischtennis auf dem Spielplatz, Übungen an Fitnessgeräten oder auf der Parkwiese – im Bezirk gibt es genügend Möglichkeiten, draußen gemeinsam Sport zu treiben. In immer mehr Parks werden Fitnessgeräte aufgestellt oder Trimmdichpfade für die Anwohner gebaut. Solche Stationen – als Bewegungsangebot vor allem auch bestens geeignet für Ältere – gibt es zum Beispiel am Nauener Platz, im Fritz-Schloss-Park, im Monbijoupark und demnächst auf dem Zeppelinplatz. Damit die Trainingsplätze noch besser genutzt werden, unterstützt das Bezirksamt mit Geldmitteln aus dem Senatsprogramm Gesundheit die Ausbildung von Kieztrainern. Das sind Ehrenamtliche, die aus Spaß und Freude Sportgruppen anleiten.

Jeder kann Vorturner werden und zum Beispiel in Nachbarschaftszentren oder Klubs auf sein Angebot aufmerksam machen. Bei der Trainerausbildung gibt es die Grundlagen, wie man die eigenen Kurse aufbaut und was die richtigen Übungen sind. Die Teilnahmebescheinigung entspricht zwar keiner echten Trainerlizenz, „aber die Ausbildung zum Kiezsportübungsleiter macht vielleicht Lust auf mehr“, sagt Verena Kupilas vom Berliner Institut für Public Health (biph). Die Firma organisiert Gesundheitskurse und Bewegungsangebote und hat bereits im Quartiersmanagement Schöneberger Norden Bewegungsprojekte für Ältere gemacht. Insgesamt 28 Kieztrainer hat Kupilas bereits ausgebildet. Die Hobbytrainer sind meistens 40 plus. Sogar 67-jährige Coaches treffen sich regelmäßig mit ihren Sportgruppen, um gemeinsam im Park zu schwitzen.

Die Ausbildung im Sportpark Poststadion, Lehrter Straße 59, ist sehr praxisnah; welche Bewegungsspiele man zum Beispiel mit Senioren machen kann, zeigen die biph-Dozenten auf den Sportanlagen. Für die Theoriestunden wie „Biologische Grundlagen des Sports/Krankheitslehre“ oder „Trainings- und Bewegungslehre“ steht im Poststadion ein Seminarraum zur Verfügung. 15 Teilnehmer können den kostenfreien Kieztrainerkurs besuchen. Noch seien ein paar Plätze frei, sagt die Sportwissenschaftlerin Verena Kupilas. Am 9. September gibt es im Poststadion von 13 bis 15 Uhr ein Kennenlerntreffen für Interessierte. Wer danach noch Lust hat, Kiezsportübungsleiter zu werden, startet mit der Ausbildung am 16. September. Der Kurs dauert zehn Freitage und findet immer von 13 bis 17 Uhr im Sportpark Poststadion statt. DJ

Weitere Informationen und Anmeldung beim Berliner Institut für Public Health in der Akazienstraße 22 unter  76 76 58 31 oder per E-Mail an E-Mail: verena.kupilas@biph.de.
Verena Kupilas erklärt angehenden Kiezübungsleiterinnen im Schöneberger Kleistpark das Aufwärmtraining vor einer Nordic-Walking-Einheit.
Verena Kupilas erklärt angehenden Kiezübungsleiterinnen im Schöneberger Kleistpark das Aufwärmtraining vor einer Nordic Walking Einheit.
Kieztrainer können einen Tischtennistreff aufbauen, wie hier im Rahmen des Projekts „Sport und Bewegung in der Nachbarschaft“ mit Kiezübungsleiter Mohamed Kerim.
Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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