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  • 10. Oktober 2016, 09:27 Uhr
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Ohne Leiche, aber mit viel Witz: Erfolgreiche Elektra-Inszenierung

14. Oktober 2016 um 20:00
Kulturhaus Spandau, 13597, Berlin
Im Witz vereint: Das aktuelle Elektra-Ensemble hinter einer ominösen Kiste ohne Leiche.
Im Witz vereint: Das aktuelle Elektra-Ensemble hinter einer ominösen Kiste ohne Leiche. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Immer wieder Szenenapplaus spendiert das Publikum dem Ensemble der Privat-Theatergesellschaft Elektra zur neuesten Inszenierung „Nicht in jeder Kiste liegt ’ne Leiche“ von Dieter Bauer.

Die Krimigroteske gehört zu den Stücken, die jedem Schauspieler ermöglichen, seine komischen Seiten auszuspielen. Aktuell ist es Reni Aschenbeck als Evi Manderscheid, die sich über jeden Sprachwitz fast noch mehr freut als über die absurde Situation ihrer Theaterfigur. Diese ist verheiratet mit Heinz, einem erfahrenen Knastologen (Uwe Henze), auf den wie kaum jemand anderes der Spruch zutrifft, dass Erfahrung nicht unbedingt klug macht.

Gleichwohl dreht Heinz noch ein ganz großes Ding, das aber nur funktioniert, weil Milliadärstöchterchen Elvira (Nadine Witzack) ein sehr durchtriebenes Entführungsopfer ist. In der Regie von Caren Lehmann und Nadine Witzack lässt die Inszenierung kein Klischee über dumme Ganoven, die allenfalls von noch dümmeren Polizisten getoppt werden, aus. Weil das aber auch für jeden Sprachwitz funktioniert, kommt das Publikum aus dem Lachen kaum heraus – auch weil schnell klar ist, dass in der Kiste keine Leiche liegt.

Gespielt wird wieder am 14. Oktober um 20 Uhr, am 15. Oktober um 18 Uhr und am 16. Oktober um 16 Uhr im Kulturhaus Spandau. Mauerstraße 6. Am Sonntag wird in der dortigen Galerie Kaffee und Kuchen angeboten. Karten kosten zehn, ermäßigt acht Euro, und können unter  333 40 22 bestellt werden. CS

Autor: Christian Schindler
aus Reinickendorf
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