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  • 24. März 2018, 00:00 Uhr
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Reisemesse auf der Zitadelle: Erstmals im historischen Gemäuer

22. September 2018 um 10:00
Zitadelle Spandau, 13599, Berlin
Uwe Rösler und Gerhard Hanke mit dem Plakat zur 26. Berliner Reisemesse auf der Zitadelle.
Uwe Rösler und Gerhard Hanke mit dem Plakat zur 26. Berliner Reisemesse auf der Zitadelle. (Foto: Christian Schindler)

Die 26. Berliner Reisemesse findet am 22. und 23. September jeweils von 10 bis 18 Uhr erstmals auf der Zitadelle statt.

Die Geschichte der Berliner Reisemesse begann mit Unverständnis. Es war das Unverständnis des frisch gebackenen Spandauer Reisekaufmanns Uwe Rösler, der sich auf einer Fachmesse Informationen zur besten Reisezeit für Brasilien erhoffte. Auf die Fachmesse kam man damals nur, wenn man sich ordentlich akkreditiert hatte und dies mittels Fachbesucherschild am Revers auch demonstrieren konnte.

Das Schild für den Anzug hatte Rösler an jenem Tag zu Hause vergessen, immerhin schaffte er es, unter die Reiseexperten zu kommen. Doch als er am Brasilien-Stand angelangt war, traf er dort nur Menschen, die noch nie in Brasilien waren. Rösler beschloss, dass eine Messe mehr bieten müsse. Er tat sich zusammen mit Olaf Lezinsky, familiär wie geschäftlich mit dem Spandauer Volksblatt verbunden.

Gemeinsam brachten Rösler und Lezinsky die Berliner Reisemesse als Endverbrauchermesse auf den Weg. Reiseinteressierte trafen hier auf Hoteliers und Organisatoren, die sie im Urlaub wieder sehen würden. Schon die erste Messe im damaligen Autohaus Ford Butenuth war ein Erfolg: 37 Veranstalter, 2800 Besucher.

So wie ihre Besucher ging auch die Messe ein wenig auf Reisen. Auf Ford folgte Mercedes, auf Mercedes die Event-Halle an der Paulsternstraße, dann BMW Nefzger an der Nonnendammallee. Verschiedene Adressen, aber immer Spandau. Des Reisens müde pausierte die Messe im vergangenen Jahr, und Rösler dachte über Möglichkeiten nach, sie doch weiter in der Zitadellenstadt zu halten.

Röslers Fazit: „Mir wurde geholfen“. Die helfende Hand verkörperte Kultur- und Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke (CDU), der natürlich mit der Berliner Reisemesse vertraut ist: „Da sind Fachleute mit Herzblut dabei“. Die Reisenden, die Organisatoren und die Politik kamen zusammen. Sie konzipierten nicht einfach eine weitere Messe, sondern schrieben die Idee einer attraktiven Veranstaltung weiter. Wer von fern (zum Beispiel aus Berlin) auf die Spandauer Zitadelle kommt, erlebt schon dadurch einen touristischen Höhepunkt: Kultur und Geschichte sind hier untrennbar miteinander verbunden.

Die Anbieter auf der Reisemesse werden sich im Gotischen Saal und in der Bastion Kronprinz verteilen, auf der Freifläche wird es eine Bühne geben. Rund 130 Aussteller haben schon zugesagt, wobei laut Rösler darunter ganze Regionen sind, die wiederum einzelne kleinere Veranstalter mitbringen. Röslers Ziel ist es, auf mehr als 200 Anbieter zu kommen.

Auch den Besuchern wird viel geboten. Für sieben Euro Eintritt ist nicht nur die gesamte Messe zugänglich. Alle Museen auf der Zitadelle können besichtigt werden, vom Juliusturm aus darf der Blick auch bis nach Berlin gerichtet werden. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren haben in Begleitung mindestens eines Erwachsenen freien Eintritt. Und Uwe Rösler Wunsch bleibt weiter Wirklichkeit, dass Verbraucher auch ohne Fachmessenschild die besten und neuesten Informationen bekommen.

Interessierte Aussteller können sich weiter an Uwe Rösler per E-Mail unter uwe.roesler@derpart.com anmelden.
Autor: Christian Schindler
aus Reinickendorf
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