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  • 7. Juli 2017, 14:18 Uhr
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Sechs Dörfer bilden Reinickendorf: Führung durchs Museum

16. Juli 2017 um 15:00
Museum Reinickendorf, 13467, Berlin
Blick in den Raum "Raus ins Grüne" im Museum.
Blick in den Raum "Raus ins Grüne" im Museum. (Foto: Museum Reinickendorf)

Hermsdorf. Das Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, bietet am Sonntag, 16. Juli, um 15 Uhr eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung an.

Das Museum ist in der alten Dorfschule in Hermsdorf untergebracht, an die noch ein historisches Schulzimmer erinnert. Ein Handwerkerraum, eine Försterstube, der Raum „Raus ins Grüne“ und eine Arbeiterküche aus der Zeit um 1920 illustrieren die Entwicklung des Ortes im Norden Berlins vom ländlich geprägten Dorf über ein Ausflugsziel für Städter bis zur Industrialisierung und Eingemeindung nach Berlin.

Von Krieg und Teilung

Ein 2013 neu hinzugekommener Raum geht auf die Rolle Reinickendorfs für die Rüstungsproduktion der Nationalsozialisten, die französische Besatzung und die Folgen der deutschen Teilung ein. Zudem wurde das Arbeitszimmer des 1997 verstorbenen Arztes, Philosophen, Künstlers und Schriftstellers Wladimir Lindenberg im Museum rekonstruiert.

Auch die ältere Geschichte der Region wird anschaulich. Im Raum für Vor- und Frühgeschichte ist etwa das Profil einer altsteinzeitlichen Vorratsgrube aus dem Tegeler Fließ zu sehen, im „Sechs-Dörfer-Raum“ wird die Entwicklung des Bezirks aus den mittelalterlichen Dörfern Tegel, Hermsdorf, Lübars, Heiligensee, Wittenau und Reinickendorf erklärt. Auf dem Freigelände hinter dem Museum wurde ein germanisches Gehöft rekonstruiert, das aus dem begehbaren Langhaus, dem Webhaus und einem Speicher besteht. Zurzeit wird in der GalerieEtage im Museum die Kunstausstellung „Flügelschlag“ mit Arbeiten von Beate Wassermann gezeigt. CS

Das Museum ist ansonsten montags bis freitags sowie sonntags von 9 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
Autor: Christian Schindler
aus Reinickendorf
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