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  • 8. Februar 2018, 10:05 Uhr
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FFM ehrt Arndt Bause zum achten Mal mit einer Gala

18. Februar 2018 um 15:00
Freizeitforum Marzahn, 12679, Berlin
Im Foyer des Freizeitforums Marzahn, am Eingang zum Arndt-Bause-Saal, befindet sich das Bronzerelief mit einem Porträt des Komponisten.
Im Foyer des Freizeitforums Marzahn, am Eingang zum Arndt-Bause-Saal, befindet sich das Bronzerelief mit einem Porträt des Komponisten. (Foto: hari)

Der Arndt-Bause-Saal im Freizeitforum ist einer der wichtigsten Veranstaltungsorte im Bezirk. Er hat sogar eine politische Bedeutung, denn hier tagt einmal im Monat die Bezirksverordnetenversammlung.

Der Todestag des Namensgebers jährt sich am 11. Februar zum 15. Mal. Bause lebte seit Mitte der 1970er-Jahre mit seiner Familie in Biesdorf und war einer der wohl produktivsten Komponisten von Unterhaltungsmusik der DDR.

2011 ehrte Marzahn-Hellersdorf seinen Komponisten und benannte den großen Saal im Freizeitforum Marzahn nach ihm. Im gleichen Jahr fand erstmals zu seinen Ehren eine Arndt-Bause-Gala mit namhaften Interpreten statt. Sie wurde zu einer Tradtion und findet in diesem Jahr am Sonntag, 18. Februar, zum achten Mal statt.

Ein Bronzerelief am Eingang zum Arndt-Bause-Saal erinnert an den Komponisten. Es zeigt Bause in einer typischen Haltung: die Arme ineinander gestützt, die Augen hinter der Brille mit einem schelmischen und doch verständigem Lächeln. Ein in Kupfer gravierter Text daneben gibt einen Abriss seines Lebens.

Als Arndt Bause 1936 in Leipzig geboren wurde, war ihm eine Karriere als Komponist nicht ins Familienstammbuch geschrieben. Es heißt, dass er nicht wirklich freiwillig am Klavierunterricht teilnahm, den er ab dem zwölften Lebensjahr erhielt. Er bildete aber die Grundlage für den Einstieg in die Musik. Begeistert vom Boogie-Woogie spielte er zunächst in unterschiedlichen Musikgruppen.

Zuvor hatte er 1954 eine Ausbildung als Apparateglasbläser abgeschlossen. Da die Einkünfte aus den Auftritten mit den Gruppen nicht ausreichten, stieg er in den Beruf wieder ein und begann in der Freizeit mit dem Komponieren. Der damals bereits erfolgreiche Textdichter Dieter Schneider holte ihn ins Schlagergeschäft. Der von beiden für die Sängerin Gipsy geschriebenen Titel „He, Joe“ belegte 1964 den ersten Platz in der Tip-Parade des Deutschen Fernsehfunks. Es folgten Erfolge mit Chris Doerk, Frank Schöbel, Andreas Holm und anderen Größen des DDR-Musikgeschäfts. Der meistverkaufte Titel von Bause war der 1979 mit Jürgen Hardt produzierte Song „Sing mei Sachse sing“. Aus Bauses Feder stammen über 1350 Tanzmusiktitel. Gelegentlich komponierte er zudem Filmmusik und das Musical „Gesang der Grille“ stammt auch von ihm.

Bei der diesjährigen Arndt-Bause-Gala am Sonntag, 18. Februar, treten unter anderem Chris Doerk, Gerda Gabriel und Lukas Natschinski auf. Die Veranstaltung mit Gesprächen und Erinnerungen an Bause wird von Siegfried Trzoß moderiert. Die Gala beginnt um 15 Uhr. Eintritt 24 Euro. Kartenreservierung unter 542 70 91.

Autor: Harald Ritter
aus Marzahn
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