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  • 20. Juli 2017, 15:38 Uhr
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Sonifikationen – klingende Datenströme

29. Oktober 2017
Villa Elisabeth, 10115, Berlin

Wie klingt ein Pulsar? Wie klingt es, wenn nachts das menschliche Gehirn träumt? Wie, wenn der New Yorker Gitarrist Hans Tammen auf der Bühne mit seiner „Endangered Guitar“ live die Daten seiner eigenen DNA sonifiziert? Wie verwandelt sich ein Schweizer Alpenpanorama in eine konzertante Klanglandschaft?

Rein technisch gesehen bezeichnet Sonifikation Verfahren zur Verklanglichung von Daten. Die historischen Wurzeln reichen zurück bis in die Zeit des Pythagoras, der mathematische Beziehungen durch akustische Experimente auf dem Monochord demonstrierte. Mit dem Aufkommen digitaler Schnittstellen und ihrer Codes entwickelte sich die Sonifikation, als akustisches Pendant zur Visualisierung in der Bildenden Kunst, nun auch in der Musik rasant. Seit Mitte der 1980er Jahre entstand eine neue Strömung, die ein breites Spektrum künstlerischer Produktionen, oftmals in Kooperation mit den Wissenschaften, hervorbrachte.

Mittlerweile stellt die Sonifizierung außermusikalischer Vorgänge wie Meeresströmungen oder Aktienkurse als Form der künstlerischen Nutzung wissenschaftlicher Daten technisch kein Problem mehr dar. Umso entscheidender ist die Frage geworden, ab welchem Punkt ein Objekt künstlerisch‐wissenschaftlicher Forschungen zum Artefakt wird. Wie kann den Künsten der nächste folgerichtige Schritt gelingen, über physische Erfahrungen mit Daten für den Hörer einen neuen Wirklichkeitsbezug herzustellen? Welche Kriterien bestimmen den ästhetischen Gehalt und machen eine auf Sonifizierung beruhende Arbeit zu einem eigenständigen musikalischen Werk?

Das dreitägige Festival Sonifikation – klingende Datenströme der Berliner Gesellschaft für Neue Musik untersucht diese Fragen von Freitag, dem 27. bis Sonntag, dem 29. Oktober 2017 in der Berliner Villa Elisabeth

Tickets: 12 EUR, erm. 10 EUR

Reservierungen:
T. 030/ 53 67 59 71, oder an der Abendkasse

Informationen / Reservierungen:
www.audible-data-streams.com

Autor: Heike Diehm
aus Kreuzberg
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