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  • 13. September 2015, 00:00 Uhr
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Expertengespräch zum Spreeuferweg: Bei der Gestaltung soll Geschichte sichtbar gemacht werden

22. September 2015 um 16:00
DAZ Deutschen Architekturzentrum, 10179, Berlin

Mitte. Unter dem Titel „Geschichte denken, Spreeufer gestalten“ findet am 22. September von 16 bis 21 Uhr im Deutschen Architekturzentrum, Köpenicker Straße 48, ein Expertengespräch zur Integration der Geschichte in die Gestaltung des Spreeruferwegs statt.

Clubbetreiber, Historiker und Gedenkstättenspezialisten diskutieren darüber, wie die spannende und vielseitige Geschichte entlang der Spree zwischen Märkischem Ufer und Schillingbrücke sichtbar gemacht werden kann. Der künftige Spreeuferweg verbindet das Märkische Museum mit Gebäuden aus der Gründerzeit. Zahlreiche Mauerreste und Grenzsicherungsanlagen sind noch zu sehen. Auch war das Gebiet ein prägender Ort der Berliner Clubkultur. Hier gab es jahrelang die Bars "Planet" und "Katerholzig".

Bei dem Forum sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie man diese Geschichte zum Beispiel mit modernen Kommunikationsmittels lebendig halten kann. Die Veranstaltung ist Teil des bezirklichen Workshopverfahrens zur Gestaltung des Spreeuferweges. Die erarbeiteten Empfehlungen werden mit den Ergebnissen weiterer Expertenrunden und Gutachten zu anderen relevanten Themen am 10. Oktober auf dem zweiten Bürgerworkshop abgestimmt.

Der Spreeuferweg sollte bereits vor über 100 Jahren angelegt werden. Daraus wurde aber nie etwas. Zunächst war es die stürmische Entwicklung der Stadt, in der die Ufer der Spree als Lagerflächen und später in Zeiten der Metropolenbildung für Industrieanlagen benötigt wurden. Der Zweite Weltkrieg und der spätere Mauerbau verwandelten diesen Abschnitt des Spreeufers in ein städtisches Randgebiet mit Mauer, Zäunen und Stacheldraht. Nach der Wende eröffneten zahlreiche Bars und Clubs.

Nach ersten Workshops wünschen sich die Bürger „Geschichtsinseln“ in Sitzmöbeln, auf denen man multimedial über die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektive informiert wird. DJ

Autor: Dirk Jericho
aus Mitte
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