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  • 6. Juni 2017, 00:00 Uhr
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Tag der offenen Gesellschaft am 17. Juni auch in Schöneberg

17. Juni 2017 um 17:00
Tag der offenen Gesellschaft, 10825, Berlin
Viele gemeinsam an den Tischen: Der 17. Juni ist Tag der offenen Gesellschaft.
Viele gemeinsam an den Tischen: Der 17. Juni ist Tag der offenen Gesellschaft. (Foto: KEN)

Schöneberg. Wie wäre es zur Abwechslung mal, dafür zu sein? Das fragt die Initiative „Offene Gesellschaft“: für Demokratie, ein friedliches Miteinander, eine menschenfreundliche und offene Gesellschaft und ruft den 17. Juni zum Tag der offenen Gesellschaft aus.

Die bürgerschaftliche Initiative ohne Parteienbindung, der inzwischen mehr als 3000 Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen angehören und die mit ihrer Debattenreihe „Welches Land wollen wir sein?“ große Aufmerksamkeit bekommen hat, lädt am Tag des Volksaufstands 1953 in der DDR, der von der Sowjetarmee blutig niedergeschlagen wurde, dazu ein, um 17 Uhr überall in Deutschland Tische und Stühle herauszustellen und gemeinsam zu tafeln – auf Plätzen, Fußballfeldern, Gehwegen und Dachterrassen, in Stadtparks und Hinterhöfen – und damit „ein international sichtbares Zeichen für das Engagement der Bürgergesellschaft und für gelebte Offenheit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Vielfalt und Freiheit“ zu setzen, sagen die Initiatoren. Man kann privat oder öffentlich Freunde, Nachbarn oder ganz Fremde zum Essen, Debattieren und Feiern einladen und „gemeinsam zeigen, welches Land Deutschland sein will und sein kann“.

Wer bei dem Projekt der Initiative „Offene Gesellschaft“ und des Kooperationspartners, der Diakonie Deutschland, am 17. Juni dabei sein will, kann sich unter www.die-offene-gesellschaft.de/17juni/anmeldung anmelden. Der Tag wird übrigens vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert und hat viele Unterstützer.

In Schöneberg hatten sich bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe zwei Tafeln angemeldet. Das Team von „Im leeren Raum“ (info@imleerenraum.de), das Zuhause für kultur- und theaterpädagogische Arbeit, Mediation und Coaching und Künsterkollektive in der Ebersstraße 27, will mit Nachbarn eine weiße Tischdecke mit allen Farben dieser Erde bemalen. „Wenn jeder etwas mitbringt beziehungsweise sich einbringt, zeigt sich die Farbenfreude unsere Kiezes“, so die Organisatoren.

Tilman Eicke, ein Botschafter der „Offenen Gesellschaft“, sagt: Raus auf die Brücke, auf die Carl-Zuckmayer-Brücke über dem U-Bahnhof Rathaus Schöneberg, „mit Tischen und Essen und Trinken und Spielen und Spaß und Musik und Lachen und Sommer“. Eicke erklärt, warum: „Ich bin für eine offene Gesellschaft, weil ich glaube, dass das die einzige Gesellschaft ist, in der etwas gelingt, was wir brauchen, was wichtig ist.“ KEN

Autor: Karen Noetzel
aus Schöneberg
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