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  • 12. März 2018, 00:00 Uhr
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Erinnerung nicht nur mit Stolpersteinen: Jugendliche forschten

20. März 2018 um 17:00
Stolperstein Walter Schön, 13581, Berlin

In den nächsten Tagen gibt es Stolpersteinverlegungen und Gedenkveranstaltungen für Opfer des Nationalsozialismus.

Der Künstler Gunter Demnig verlegt am Sonnabend, 17. März, um 9 Uhr Stolpersteine für die jüdische Familie Weissenberg vor dem Haus Pichelsdorfer Straße 12. Gegen 9.20 Uhr folgt ein Stolperstein für den Widerstandskämpfer Walter Schön am Brunsbütteler Damm 67. Dort wiederum hält am Dienstag, 20. März, um 17 Uhr die Jugendgeschichtswerkstatt Spandau (JGW) eine Gedenkveranstaltung ab, die um 18 Uhr in der Jugendgeschichtswerkstatt, Galenstraße 14, fortgesetzt wird.

Die Familie von Walter Schön lebte seit vielen Jahren in dem Haus am Brunsbütteler Damm, bevor er im November 1939 von den Nationalsozialisten festgenommen wurde. Er stellte sich gegen die Ideologie des Nationalsozialismus und leistete aktiven Widerstand. Nach seiner Festnahme kam er nach Herzberge, Rummelsburg und schließlich nach Sachsenhausen, wo er am 26. Oktober 1942 ermordet wurde.

Mit Unterstützung der Familie von Walter Schön recherchierte Nora Richter, im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres in der JGW tätig, zusammen mit Harry Schapira die Lebensgeschichte des Widerstandkämpfers. In Anwesenheit von Jugendstadtrat Stephan Machulik (SPD) berichten sie an dem Abend über ihre Ergebnisse. Ebenfalls wird Hans-Rainer Sandvoß Teile seiner Forschungsergebnisse über den Arbeiterwiderstand vorstellen.

Autor: Christian Schindler
aus Reinickendorf
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