Kunst, Kultur und Ortsgeschichte in Alt-Pankow und Französisch Buchholz
Pankow! Die KünstlerInnen sind LOS: PANKOW TANZT! Französisch Buchholz SCHÄTZT ein „WERTE-Dinner“ und Ortsgeschichte wird GROSS geschrieben

Detail der Einladung zum Fest an der Panke 2019. Zeichnung Petra Elsner, 2019
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  • Detail der Einladung zum Fest an der Panke 2019. Zeichnung Petra Elsner, 2019
  • Foto: Anne Schäfer-Junker
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Französisch Buchholz hat einen gut besuchten Kulturort: das Nachbarschaftszentrum Amtshaus. In die Jurte des Nachbarschaftszentrums war am 5.9.2019 das Buchholzer und überhaupt Berliner Publikum eingeladen zu einem „WERTE-Dinner“. Eine tolle Idee, denn die Gestaltung des Abends war ganz außergewöhnlich: sie brachte die Gäste zusammen, die sich meistens nicht kannten. Mit kleinen Naschereien auf einer regelrechten Speisekarte mit Sprach-Ideen verbunden, kam man sich näher. Durch gute Moderation der Veranstaltung von Imke Sturm-Krohne, Leiterin des NBZ, Jutta Goldammer von der Visionautik Akademie und Nadine Finsterle, Sprachcafé im NBZ, wurde gefragt: Was macht uns aus, was sind unsere Werte? Eine mehr denn je wichtiger werdende Frage, wie ich finde. Eine Reise durch unsere kulturellen Prägungen begann an jedem Tisch in der Jurte. Im GROSSEN KREIS ermutigten sich die Gäste und gaben ihrer individuellen Sicht zu den Werten “Gastfreundschaft” und “Nachbarschaft” Ausdruck. Eine besondere Idee – die Werte wie Zuversicht, Flexibilität, Geduld und Verlässlichkeit, geflaggt auf Wassermelonen – fand so einen blumenreichen Abschluß in der gegenseitigen Anerkennung von ehrenamtlicher und wertschätzender Arbeit. Ein schöner Abend am letzten öffentlichen Kulturstandort von Französisch Buchholz, dem NBZ Amtshaus, das ab 2021 wegen Sanierung schließen wird.

Öffentlichkeit für die Pankower Ortsgeschichte stellt der Freundeskreis der Chronik Pankow e. V. kontinuierlich und sehr bürgernah her. Auf dem Fest zum 25jährigen Bestehen des Freundeskreises am 11. August 2019 fand dies seinen Ausdruck im Programm zum Fest, mit Rückblick. Das wunderschöne kleine Brose-Haus direkt im Brose-Park an der Dietzgenstraße in Niederschönhausen, vom Verein saniert und seitdem Vereinssitz, zeigt mit seinen anmutigen und schön gestalteten Räumen, wie lebendig Vereinskultur sein kann. Mitgliederkreis und geladene Gästen waren froher „Dinge“. Jutta Mach und der Vorstand begrüßten denn auch Günther Wolf, Prof. em. der Humboldt-Universität als Friedrich II., der durch seine wirkkräftige Ehefrau, die Königin Elisabeth Christine mit ihrem Hof nicht nur im nahe liegenden Schloss Schönhausen Gutes bewirkte, sondern auch seine Staatsgeschäfte bei dessen Abwesenheit im Berliner Schloss führte.
Jutta Mach erzählt die Geschichte des Vereins an diesem Ort und erwähnt: "Der Verein bekam das seinerzeit vom Senat rekonstruierte Häuschen (das Brose-Haus, d. A.) zur Nutzung." Ein stilles und schönes mit erzählenden Geschichten verbundenes Ereignis zum 25-jährigen Bestehen im brose-Haus ist die Ausstellung von zauberhaften bild-textil gestalteten, leuchtenden Malereien von Ilse-Maria Feltz. Sie ist Kostümbildnerin, lebt in Pankow und verbindet durch sagenhafte Orte und Geschichten, wie die versunkene Stadt VINETA und das Geheimnis um das BERNSTEINZIMMER unsere Phantasie mit der Kunst.

Pankow überhaupt gilt traditionell als ein Lebensort für Forscher, Künstlerinnen und Künstler. Nicht nur der Glastechniker und Erfinder der Thermoskanne Reinhold Burger (1921 Besitzer des Grundstücks Wilhelm-Kuhr-Straße 3 als Wohnsitz, und 1927 als Firmensitz) hat hier gelebt. Auch der Wegbereiter des Films und Erfinder des Bioscops, Max Skladonowsky (Waldowstraße 28) war hier zu Hause.
Jedes Jahr zum Fest an der Panke zeigt sich „GROSS“-Pankow mit seinen 480.000 BürgerInnen öffentlich äußerst lebendig. Um den Anger von Alt-Pankow erwacht am Wochenende des 7.9. und 8.9.2019 (Sa. 10-22 Uhr, So 10-20 Uhr) beim diesjährigen 50. Fest an der Panke das Leben in künstlerischem, handwerklichen, musik- und tanzkulturellen Reichtum. Mit einem großen offenen Atelier gestalten mehr als 80 KünstlerInnen, Kunsthandwerker und Designer den ältesten Kunstmarkt im Bezirk Pankow. Die Zeichnerin Petra Elsner hat die Einladungskarte zum 50., mit dem Motiv der Pankower Kirche und einem schwindelerregenden Riesenrad hinter lustigen Figuren, gezeichnet. Unter den vielen Kunstschaffenden wird auch die WALDKATER-KERAMIK und nebenan Ilse-Maria Feltz mit ihrem Stand auf dem Kunstmarkt dabei sein und ihre visionsstarken Schöpfungen nach historischen Sagen zeigen.
Der Verein "Für Pankow" wird mit der jüngst eröffneten Ehrenamtsbibliothek im Bürger Park an der Panke viele Besucher haben und sein Engagement für das Café Rosengarten und den gesamten Bürger Park nicht bereuen.

Anne Schäfer-Junker, Berlin (anne.junker@gmx.de )

Autor:

Anne Schäfer-Junker aus Französisch Buchholz

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