Halbäffchen als Patentier
Bürgermeister übernimmt Pflegschaft für Rotbauchmaki

Mit frischem Obst konnte der Lichtenberger Bürgermeister bei den Rotbauchmakis punkten. Für eines der Tiere hat er die Patenschaft übernommen.
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  • Mit frischem Obst konnte der Lichtenberger Bürgermeister bei den Rotbauchmakis punkten. Für eines der Tiere hat er die Patenschaft übernommen.
  • Foto: Bezirksamt Lichtenberg
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Weil die mit einer regelmäßigen Spende verbundenen Patenschaften von Zeit zu Zeit wechseln, hat Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) jetzt einen neuen Schützling im Tierpark Friedrichsfelde. Auf Pinguin Tom folgt ein Rotbauchmaki.

Zunächst zeigte sich die flinke Truppe vom Besuch des Lichtenberger Rathauschefs wenig beeindruckt. Die Rotbauchmakis Mogli, Rita, Ernie, Lola und Kobold turnten ihrer Natur gemäß kreuz und quer über die Anlage, sodass es sogar Tierparkdirektor Andreas Knieriem schwerfiel auszumachen, für welchen der hübschen Lemuren er dem Bürgermeister die Patenschaftsurkunde überreichte.

Dem war das letztlich auch nicht so wichtig, denn von den Spenden profitieren alle. Die Aufmerksamkeit der agilen Bande sicherte sich Michael Grunst schließlich doch noch – dank eines Körbchens mit Obst, das er extra mitgebracht hatte. „Die artgerechte Haltung der Tiere zu fördern, ist ein gutes Gefühl“, so der Bürgermeister zur Entscheidung, den Tierpark erneut mit einer Patenschaft zu unterstützen.

Art ist auf Schutz angewiesen

Rotbauchmakis gehören zu den Halbaffen, sie leben ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Experten bezeichnen solche Arten als endemisch. Ihr Vorkommen in einem sehr begrenzten Gebiet birgt eine große Gefahr: Verändert sich der Lebensraum der Tiere, kann schnell die ganze Art aussterben. Auf Madagaskar ist Holzkohle heute noch der wichtigste Energieträger. Um sie zu produzieren, werden ganze Regenwälder abgebrannt – und damit die Heimat der Lemuren. Außerdem sind die Halbaffen nach wie vor durch die Jagd bedroht.

Artenschutzmaßnahmen sollen für das Überleben der Lemuren sorgen. Die Association Européenne pour l´Étude et la Conservation des Lémuriens (AEECL) organisiert und koordiniert diesen Schutz mittels wissenschaftlicher Forschung, mit Zuchtprogrammen und indem sie sich für den Erhalt der Lebensräume einsetzt. Neben dem Tierpark Berlin sind 29 europäische Zoos Mitglied in dieser Organisation.

Weitere Paten gesucht

Rotbauchmakis können bis zu 30 Jahre alt werden. Einheimische nennen die Primaten wegen ihrer rot-gelb leuchtenden Augen auch Waldgeister. Die Halbäffchen ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen und Früchten. Ab und an darf es aber auch eine Portion Protein in Form eines Tausendfüßlers sein. Im Tierpark Berlin sind Lemuren seit 1984 Zuhause. Außer dem Rotbauchmaki leben dort auch Mongoz-, Mohren- und Halsbandmaki, der Katta sowie der Schwarzweiße und Rote Vari. Inzwischen hat der Tierpark den größten Bestand an Lemuren deutschlandweit – ebenfalls ein Grund für den Beitritt zur AEECL im Jahr 2016.

Eine Patenschaft für einen Tierparkbewohner kann jede übernehmen, je nach Größe des Tieres ist damit einen monatlicher Obolus verbunden. Alle Infos dazu gibt es unter https://bwurl.de/14p6 .

Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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