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Viele Bewohner, mehr Besucher: Inventur in Tierpark und Zoo

Nicht nur um die Anzahl, auch um Größe und Gewicht der Tiere geht es in der Jahresinventur in Tierpark, Zoo und Aquarium.
Nicht nur um die Anzahl, auch um Größe und Gewicht der Tiere geht es in der Jahresinventur in Tierpark, Zoo und Aquarium. (Foto: Tierpark Berlin)

Einmal im Jahr steht in Tierpark, Zoo und Aquarium eine große Bestandsaufnahme an. Vom Ameisenbär bis zum Zitronenkugelfisch zählen Mitarbeiter alle gefiederten, geschuppten, vielfüßigen und Fell tragenden Bewohner. Aber nicht nur die.

Neben der genauen Anzahl der tierischen Bewohner listet die Jahresinventur auch die Besucher der zoologischen Einrichtungen der Hauptstadt auf. Das Ergebnis: Berlin bleibt die artenreichste Stadt der Welt, und ihre zoologischen Einrichtungen gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen der Metropole.

Die Auswertung: Am Inventur-Stichtag, dem 31. Dezember 2017, lebten im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde exakt 8859 Tiere aus 713 Arten. 20 219 Säuger, Vögel, Fische und Reptilien aus 1373 verschiedenen Arten wurden in Zoo und Aquarium gezählt.

Im Tierpark verzauberten im vergangenen Jahr der erste Baumstachler-Nachwuchs Pixie und der junge Schneeleopard Kitai die kleinen und großen Gäste. Doch es hieß auch Abschied nehmen – so hat unter anderem der junge Panzernashorn-Bulle Thanos den Tierpark verlassen und ein neues Zuhause im niederländischen Amersfoort gefunden. Die 31-jährige karibische Manati-Seekuh Lisa musste krankheitsbedingt eingeschläfert werden.

Zu den Neu-Berlinern im Zoo zählten die dort geborenen Seehunde Gregor und Herbert sowie Grévy-Zebra Gerrit. Die wohl prominentesten Zugänge waren die beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing. Dank der zwei Bambusbären sind nach mehrjähriger Pause wieder Große Pandas in Deutschland zu bewundern.

„Vor allem seit der Jahresmitte haben wir einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen im Zoo beobachten können“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. Insgesamt begrüßten Zoo und Aquarium knapp 3,5 Millionen Menschen aus aller Welt. „Auch bei uns führten die ungünstigen Wetterverhältnisse des vergangenen Sommers zu Umsatzeinbrüchen. Der Einzug der Pandas und die gestiegenen Jahreskartenzahlen bescherten uns dennoch ein gutes Gesamtergebnis“, so Knieriem.

Durch den Tierpark spazierten im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Gäste – etwa eine Million mehr als im Vorjahr. Den Zuwachs erklärt sich die Geschäftsführung vor allem mit dem Anstieg der Jahreskarten-Verkäufe um 22 Prozent. Das deckt sich mit den Ergebnissen einer Besucherbefragung im Spätsommer. Sie hatte ergeben, dass es sich bei fast drei Vierteln der Tierparkgäste um Einheimische, überwiegend sogar Berliner aus den östlichen Bezirken handelt. Vor den Gehegen im Zoo hingegen drängen sich zu mehr als 50 Prozent Touristen aus aller Welt.

Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr rund 4,9 Millionen Menschen Tierpark, Zoo und Aquarium. Damit zählen die Zoologischen Einrichtungen Berlins neben denen in New York, San Diego, Singapur und Disney’s Animal Kingdom in Florida zu den fünf bestbesuchten weltweit.

Nicht nur um die Anzahl, auch um Größe und Gewicht der Tiere geht es in der Jahresinventur in Tierpark, Zoo und Aquarium.
Das Nacktmull-Wiegen war in diesem Jahr Teil der Inventur im Tierpark. Foto: Tierpark Berlin 2018
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