Zwischen Geschichte und Gegenwart
Ausstellungen im Europäischen Monat der Fotografie

Die Ausstellung "Masculinities: Liberation through Photography" (Maskulinität: Befreiung durch Fotografie) im Gropius-Bau, Niederkirchnestraße 7, bietet von 16. Oktober bis 10. Januar ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit. Hier ein Bild von Peter Hujar, David Brintzenhofe Applying Makeup (II) von 1982.
  • Die Ausstellung "Masculinities: Liberation through Photography" (Maskulinität: Befreiung durch Fotografie) im Gropius-Bau, Niederkirchnestraße 7, bietet von 16. Oktober bis 10. Januar ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit. Hier ein Bild von Peter Hujar, David Brintzenhofe Applying Makeup (II) von 1982.
  • Foto: 1987 The Peter Hujar Archive LLC
  • hochgeladen von Simone Gogol-Grützner

Der Oktober ist der European Month of Photography (Europäischer Monat der Fotografie). In Friedrichshain-Kreuzberg laden 22 Galerien, Museen und Veranstaltungsorte dazu ein, besondere Ausstellungen zu entdecken.

Der Verein südost – Europa Kultur zeigt "Schattiges Licht – 25 Jahre Dayton – Too many are still fighting the bosnian war", ein fotografisches Projekt von York Wegerhoff. Im Mittelpunkt stehen die Folgen des Friedensabkommens von Dayton im November 1995, das den Bürgerkrieg zwischen Bosnien und Herzigowina beendete. "Die ersten freien Wahlen führten die Machtverhältnisse aus dem Krieg wieder ein und lassen seitdem jede positive Veränderung im Keim ersticken", heißt es in der Ankündigung der Ausstellung. Thematisch begleitend und ergänzend zeigt der Verein Fotos von Melanie Sapina mit dem Titel „Backyard of Europe“. Sapina reiste nach Sarajewo auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln. Preview für die beiden Ausstellungen in der Großbeerenstraße 88 ist am Donnerstag, 8. Oktober, von 18 bis 20 Uhr, Vernissage einen Tag später ab 19 Uhr. Am ersten Ausstellungstag, 10. Oktober, 15 bis 18 Uhr, sind beide Fotografen anwesend. Anschließend ist die Schau bis 23. November nach Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 253 77 99 15 zu sehen.

Porträts und Ansichten von Berliner Wagenburgen zeigt das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, in der Schau "Ralf Marsault – Berliner Jahre auf der Wagenburg". In den 1980er Jahren entwickelte sich Berlin zum Ziel von Jugendlichen aus ganz Europa, die in Wagenburgen ein alternative Lebensform ausprobierten. Mit den Bildern setzte Fotograf Ralf Marsault seine Serie Fin de Siècle mit Porträts junger Anarchisten, Reisender und Punks in Paris oder London fort. Eröffnet wird die Ausstellung am 15. Oktober um 19 Uhr als Live-Event auf Youtube, https://bwurl.de/15ng, anschließend ist sie bis 22. November zu sehen, Dienstag bis Donnerstag von 12 bis 18 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr.

"The Border" (Die Grenze) vom Deutschen Künstlerbund, Markgrafenstraße 67, beschäftigt sich mit dem Konflikt in Nordirland und geht aktuellen Fragen zur Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland nach, die nach dem Brexit zu Europas Außengrenze wird. Zu sehen ist die Schau mit Bildern von Susanne Bosch, Mark Clare, Declan Clarke, Sandra Johnston, Mairéad McClean und Eoghan McTigue noch bis 13. November, dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 26 55 22 81.

Bilder eines Experiments zeigt das Imago Camera Berlin im Aufbau-Haus, Prinzenstraße 85. 2014 entdeckte Modefotografin Esther Haase erstmals die Imago-Camera und setzt sie für Modeshootings ein. Die Ausstellung "Beflügelt" zeigt eine unveröffentlichte Auswahl aus der gleichnamigen Serie, "die im künstlerischen Zusammenspiel zwischen Mode und Fotografie entstand", wie die Veranstalter mitteilen. Zu sehen ist die Schau bis 23. Oktober, dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung, Telefon 52 13 26 17.

"Berlin, der Vier-Millionen-Menschen-Moloch, laut stickig, dynamisch" – mit diesem Zitat von Alfred Döblin überschrieben ist die Ausstellung im FMP1, Franz-Mehring-Platz 1. Thema der Schau sind 100 Jahre Groß-Berlin. Gezeigt werden Bilder meist professioneller Fotografen, "die den Alltag zwischen Normalität und Skurrilität in ihrer Stadt in den vergangenen 100 Jahren dokumentiert haben – von den goldenen 1920ern über das Leben im Osten und Westen während der Teilung bis hin zur modernen Metropole". Zu sehen sind die Bilder bis 1. November montags bis sonnabends von 10 bis 20 Uhr.

Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei. Einen Überblick über alle Veranstaltungen im Bezirk sowie in Berlin gibt es online unter www.emop-berlin.eu/de.

Autor:

Simone Gogol-Grützner aus Mitte

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