Neues Rathaus am Ostbahnhof
Bezirk will nicht nur einen Verwaltungsstandort

Nördlich vom Ostbahnhof wird derzeit das ehemalige Kaufhof-Gebäude umgebaut. In seiner Umgebung wäre noch ziemlich Platz.
  • Nördlich vom Ostbahnhof wird derzeit das ehemalige Kaufhof-Gebäude umgebaut. In seiner Umgebung wäre noch ziemlich Platz.
  • Foto: Thomas Frey
  • hochgeladen von Simone Gogol-Grützner

Die Idee läuft unter dem Titel "Flächensicherung und -entwicklung am Ostbahnhof (Nord)". In diesem Gebiet ist bisher der Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums vorgesehen (wir berichteten).

Inzwischen plant der Bezirk rund um dieses Vorhaben aber noch mehr. Nicht zuletzt ein neues Rathaus als Ersatz für den bisherigen Standort an der Frankfurter Allee. Dort ist die Verwaltung nur Mieter. Sie hat für das Gebäude zwar noch einen Vertrag bis 2025 und nutzt es bisher zu relativ günstigen Konditionen von rund sieben Euro pro Quadratmeter. Aber gerade letzteres bleibt wohl nicht ewig so. Deshalb wird schon länger nach Alternativen gesucht. Dabei rückte der Ostbahnhof ins Visier. Das aus mehreren Gründen. So gibt es dort mehrere Flächen in Landes- beziehungsweise Bezirksbesitz. Dazu sollen Grundstücke erworben werden, die sich bisher in privater Hand befinden. Ein Verkaufsinteresse sei bei ersten Gesprächen bereits signalisiert worden, heißt es in der Vorlage.

Für den Standort spreche außerdem seine gute Verkehrsanbindung. Und er gehört zum Gebiet Friedrichshain-West. Wie berichtet, soll es dort in den kommenden Jahren neue Wohnungen, aber auch eine Aufwertung der öffentlichen und sozialen Infrastruktur geben. Zusammengenommen ergebe sich deshalb die Möglichkeit einer "komplexen, integrierten Projektentwicklung".

Auch Kita und Familienzentrum geplant

Die sieht auch nicht nur einen Rathausneubau, einschließlich Räume für beispielsweise die Volkshochschule, vor. Auch Kitas, Kinder-und Jugendfreizeiteinrichtungen, ein Familienzentrum werden unter anderem als weitere Nutzer genannt. Ebenso wie "besondere Wohnformen", etwa für betreute Jugendliche, Wohnungslose oder Geflüchtete. Und natürlich das Hertz-Gymnasium. Gerade mit diesem Vorhaben sollte die weitere Planung abgestimmt werden.

Der avisierte große Wurf kostet natürlich eine Menge Geld. Nach den Vorstellungen des Bezirks soll das aus dem "Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds", kurz Siwana, kommen. Friedrichshain-Kreuzberg "bittet" deshalb die Senatsverwaltung für Finanzen um entsprechende Unterstützung. Als Gegenwert wird auf Immobilien im kommunalen Besitz, vorgesehen für den Gemeinbedarf, verwiesen.

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