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Weniger Kriminalität in Friedrichshain-Kreuzberg

Auch am Kottbusser Tor hat sich die Lage etwas entspannt. Es bleibt trotzdem ein Schwerpunkt der Kriminalität in Berlin.
Auch am Kottbusser Tor hat sich die Lage etwas entspannt. Es bleibt trotzdem ein Schwerpunkt der Kriminalität in Berlin. (Foto: Thomas Frey)

2017 wurden in Berlin 520 437 Straftaten verübt. Immer noch eine hohe Zahl, aber gegenüber 2016 bedeutete das einen Rückgang um 48 423.

Das wurde dann auch bei der Präsentation der polizeilichen Kriminalstatistik am 5. März entsprechend herausgehoben.

Weniger Verbrechen wurden auch in Friedrichshain-Kreuzberg registriert. Die drei Polizeiabschnitte der Direktion 5 im Bezirk verzeichneten im vergangenen Jahr 54  866 angezeigte Delikte. Vor zwei Jahren waren es noch 60 176.

Ein Minus von etwa 1700 Fällen gab es im Abschnitt 51, zu dem der gesamte Ortsteil Friedrichshain gehört. Sogar mehr als 2500 weniger waren es im Bereich des Abschnitts 53 im östlichen Kreuzberg. Im Abschnitt 52, Kreuzberg-West, ging die Zahl um etwas mehr als 1000 zurück. Was nichts daran ändert, dass die Abschnitte 51 und 53 weiter auf den vorderen Plätzen im Berliner Kriminalitätsranking zu finden sind. Die 22 914 Taten in Friedrichshain bedeuten die zweite Position in der Negativliste, gefolgt von Kreuzberg-Ost mit 21 067. Getoppt werden beide nur vom Abschnitt 32 in Mitte (28 239). Zu ihm gehört der Alexanderplatz.

Als Ursache für die etwas entspanntere Situation stellten die Polizei und Innensenator Andreas Geisel (SPD) die verstärkten Einsätze gerade an kriminalitätsbelasteten Orten heraus, etwa in der Gegend um die Warschauer Brücke.

Zahl der Taschendiebstähle gesunken

Ein Delikt, das nicht nur dort in der Vergangenheit häufig vorkam, war der Taschendiebstahl. 2017 ging die Zahl der Taten in diesem Bereich um mehr als 17 600 oder knapp 40 Prozent zurück. Ebenfalls verstärkt Präsenz zeigte die Polizei am Kottbusser Tor, was auch in dieser Gegend zu einem Rückgang der Fallzahlen führte.

Im Görlitzer Park wurde im vergangenen Jahr die sogenannte Null-Toleranz-Politik des früheren Innensenators Frank Henkel (CDU) beendet. Der Besitz geringer Mengen von Cannabisprodukten führt jetzt in der Regel, wie auch an anderen Orten in Berlin, nicht mehr zu einem Strafverfahren. Möglicherweise hat sich auch das auf die Fallzahlen ausgewirkt. Ebenso wie Verdrängungseffekte, gerade im Bereich des Görlitzer Platzes. Der dort angrenzende Polizeiabschnitt 65 in Treptow gehört zu denjenigen Gebieten, wo es gegen den Gesamttrend einen Anstieg von Straftaten gab.

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