Meinung
SAT.1 "Endlich Feierabend!" aus Berlin in der Krise

Annett Möller (40) und Daniel Boschmann (38) moderieren täglich aus Berlin Friedrichshain die SAT.1-Show "Endlich Feierabend!"
  • Annett Möller (40) und Daniel Boschmann (38) moderieren täglich aus Berlin Friedrichshain die SAT.1-Show "Endlich Feierabend!"
  • Foto: © SAT.1/André Kowalski
  • hochgeladen von Marcel Adler

BERLIN - Keine guten Nachrichten von der Stralauer Allee in Friedrichshain: Hier wird neben dem Frühstücksfernsehen das Magazin "Endlich Feierabend!" täglich live produziert. Doch die Sendung mit Annett Möller und Daniel Boschmann macht SAT.1 größte Sorgen. Die Quoten fallen ins bodenlose.

Das Magazin "Endlich Feierabend!" erlebte gestern die schlechteste Quote seit seinem Bestehen. Wie das Medienmagazin dwdl.de berichtete, schmierte die Sendung zuletzt auf einen Marktanteil von nur noch 2,4 Porzent in der Zielgruppe ab. Das ist desaströs. Woran liegt's, dass fast niemand das tägliche Magazin schaut?

Moderatorenpaar gute Wahl

An den Moderatoren auf den ersten Blick nicht. Annett Möller verfügt über jahrelange Erfahrungen in den News und war vor ihrem Wechsel zu SAT.1 das RTL-Gesicht der Nachrichten. Durch weitere Wissensmagazine bei n-tv wurde sie schnell zur beliebtesten Moderatorin der Mediengruppe RTL. Auch Daniel Boschmann überzeugte vor der Moderation in "Endlich Feierabend!" im SAT.1 Frühstücksfernsehen (übrigens die erfolgreichste Morgenshow im deutschen TV). Der Schlagabtausch mit dem Autor und Journalist Claus Strunz am Morgen war stets sehenswert. Doch warum funktioniert das gute Personal nicht am Abend? Mögliche Ursache könnte sein, dass die Produktionsfirma MAZ&MORE aus Berlin Friedrichshain mit "Endlich Feierabend!" zu sehr das hauseigene Frühstücksfernsehen kopiert, statt eine eigene Marke zu schaffen.

Annett Möller wirkt unterfordert

Denn neuer Promiklatsch ist zwar morgens erfrischend, bekommt man aber aufgewärmt am Abend bei der Konkurrenz in RTL "Exclusiv" besser verpackt. Auch die regelmäßige PR für Sendungen der ProSiebenSat.1-Gruppe, wie zuletzt für "The Voice", wollen die Zuschauer nach der Arbeit offensichtlich nicht sehen. Ganz ehrlich, sie nervt teilweise in "Endlich Feierabend!" schon. Es fehlt ganz klar das Alleinstellungsmerkmal und ein Profil. Vor allem Möller, die exklusiv zu SAT.1 wechselte, bleibt im Magazin weit unter ihren Fähigkeiten. Der Talk mit ihr ist zwar sympathisch, aber die Journalistin war einst die Anchorfrau am Wochenende von RTL-Aktuell. Annett Möller kann nachweislich weit aus hartnäckiger anpacken, als Boris Becker harmlose Fragen zur Trennung mit Lilly oder "Promi Big Brother"-Teilnehmern nach ihren Hobbys zu stellen.

Der Mannschaft an der Spree sei so schnell wie möglich an dieser Stelle bessere Quoten und eine erfolgreichere Nachbesserung gewünscht, damit für "Endlich Feierabend!" nicht bald für immer Feierabend ist.

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