Die Glocken läuten nach 12 Jahren Sanierung wieder

Die Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche im Berliner Hansaviertel wurde 12 Jahre lang saniert. Der erfolgreiche Abschluss erfolgte durch einen Gottesdienst.

Am Montagnachmittag läuteten erstmals nach 12 Jahren endlich wieder die Glocken an der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche im Westen Berlins. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1955/1957 wurde die Kirche errichtet und eine Sanierung stand nun auf dem Plan. Leider fehlten der Kirchengemeinde Tiergarten bislang die finanziellen Mittel. Der Kirchenbetrieb ging die vergangenen 12 Jahre weiter, saniert wurde lediglich der Glockenturm der Gedächtniskirche in Berlin.

Der filigrane Glockenturm war bereits beschädigt, wie eine Sprecherin mitteilte: "Es fielen schon Brocken herunter". Die Schwingugen der Glocken und den damit verbundenen Beschädigungen trotzen nun Gegengewichte auf dem Turm.

Die Sanierung konnte nur durch verschiedene Fördermaßnahmen möglich gemacht werden:

- Spenden von Gemeindemitgliedern
- Landeskirche
- Evangelischer Kirchenkreis Stadtmitte
- Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Durch diese Institutionen konnte die Kirche erfolgreich saniert werden. Maßgeblich war jedoch das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Bau und Heimat und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Berlin für das Projekt ,Nationale Projekte des Städtebaus‘. In den Jahren 2015 bis 2017 kamen somit rund 1,2 Millionen Euro zusammen, welche in die Sanierung der Kirche flossen.

Der "Seelenbohrer" - ein Glockenturm für sich

Laut Pfarrer Sasche Gebauer sind insgesamt 1,9 Millionen Euro für die Sanierung der über 100 Jahre alten Kirche gesammelt worden. Die Gründung der Gemeinde war im Jahr 1895, die Kirche wurde 1906 eingeweiht, 1943 im Krieg durch alliierte Fliegerbomben zerstört und 1957 nach dem Neuaufbau erneut eingeweiht. Der aus reinem Beton bestehende Glockenturm ist international unter Architekten bekannt und wird im Volksmund "Seelenbohrer" oder "St. Aluminium" betitelt. Die Pläne für den Bau stammmen von Stadtbaudirektor Ludwig Lemmer und wurden in den 50er Jahren entworfen.

Katrin Lompscher von den Linken ist Senatorin und hocherfreut über den Abschluss der Sanierung, diese sei erfolgreich gewesen. Sie bezeichnet die Arbeit am Gotteshaus als existenten Beitrag zur Unterstützung der baulichen Qualitäten des Berliner Viertels durch denkmalgerechter Sanierung. Vier Teilmaßnahmen soll es geben, welche im Hansaviertel an der Tagesordnung liegen und zur Umsetzung freigegeben sind. Die Sanierung der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche ist eine dieser vier Maßnahmen. Eine weitere Maßnahme bezieht sich auf die Hansabibliothek, welche ebenfalls saniert werden soll. Zwei Maßnahmen konnten bereits abgeschlossen werden: Die Erstellung eines Konzeptes für den Hansaplatz und die neue Gestaltung des Vorplatzes der Akademie der Künste im Berliner Westen. Dieses Programm wurde von Bund und Ländern mit 3,8 Millionen Euro unterstützt. Die Unterstützung des Projektes „Hansaviertel – Stadt von Morgen“ dauert bis 2019 an.

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