Schulruine wird abgepumpt
Leichte Kontaminierung im vollgelaufenen Diesterweg-Gymnasium

Die Sporthalle und die Keller der Diesterweg-Schule stehen seit Wochen unter Wasser.
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  • Die Sporthalle und die Keller der Diesterweg-Schule stehen seit Wochen unter Wasser.
  • Foto: Carsten Spallek
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Die durch einen Rohrbruch unter Wasser stehenden Keller des seit mehr als sieben Jahren leerstehenden Diesterweg-Gymnasiums an der Swinemünder Straße sollen jetzt leergepumpt werden. Das Wasser ist weniger kontaminiert als befürchtet.

In den Wasserproben wurde eine „leichte Grenzwertüberschreitung“ von Sulfat und schwerflüchtigen Fetten und Ölen festgestellt, erklärt der zuständige Stadtrat Carsten Spallek (CDU). Spezialisten sollen jetzt zunächst mit einem mobilem Ölabscheider die Schichten absaugen. Danach wird das Technische Hilfswerk (THW) die vollgelaufenen Keller abpumpen.

Linke und Grüne hatte gefordert, „in den Räumen des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums mit oberster Priorität abpumpen zu lassen und weitere Maßnahmen zu treffen, um den weiteren Verfall der Bausubstanz zu verhindern“, heißt es in dem Antrag. Das Wasser müsse „vor Eintritt der Kälteperiode wegen Frostgefahr“ raus, um weitere größere Schäden zu vermeiden. „Das schützenswerte Gebäude ist vor einer endgültigen Bestimmungsklärung zu sichern, ohne dass möglicherweise unwiderrufliche Fakten geschaffen werden“, heißt es in der Begründung.

Wie berichtet, sorgt der Plan des Bezirksamtes für Aufregung, das orangefarbene Gebäude für einen Schulneubau abreißen zu lassen. Schulstadtrat Carsten Spallek will den Standort wegen gestiegener Schülerzahlen wieder zum Schulort machen. Seit Jahren wurden Pläne für ein Kiezzentrum in der stillgelegten Schule diskutiert. Die private Non-Profit-Initiative ps wedding plant seit sechs Jahren, die Ex-Schule in ein Kiez-Sozialzentrum mit Kita, Theater, Bibliothek, Sportangeboten, Gemeinschaftsgarten und preiswerten Wohnungen in den oberen Etagen umzubauen.

Die neuen Abrisspläne des Bezirkamtes sorgen bei den Beteiligten für Proteste. Die Linken und die Grünen im Bezirk wollen nicht einfach so hinnehmen, dass das ps-wedding-Projekt begraben wird. Sie fordern vor einer endgültigen Endscheidung die Beteiligung der Bezirksverordnetenversammlung und aller Kiezakteure. Geprüft werden soll, ob auf dem insgesamt 18 000 Quadratmeter großen Grundstück neben einer neuen Schule und Turnhalle sowie den von der Degewo geplanten Wohnhäusern (Typenbauten für integratives Wohnen) Platz für ein Wohn- und Sozialprojekt der Initiative ps wedding ist.

Die Sporthalle und die Keller der Diesterweg-Schule stehen seit Wochen unter Wasser.
Die tiefergelegte Sporthalle ist abgesoffen.

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