Fliegende Familien und viel Kunst
Künstler der Gerichtshöfe Wedding stellen aus

Fliegende Familienportraits fotografiert Jan von Holleben auf dem Fußboden seines Ateliers.
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  • Fliegende Familienportraits fotografiert Jan von Holleben auf dem Fußboden seines Ateliers.
  • Foto: Jan von Holleben
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Künstler der Gerichtshöfe Wedding öffnen am 19. und 20. Setpember wieder ihre Ateliers. Zu entdecken gibt es Malerei, Skulpturen, Fotografie, Schmuckdesign und Glaskunst.

34 Ateliers und Werkstätten laden zur Ortsbegehung ein. Was die Künstler zeigen, sind ihre aktuellen Arbeiten: Ölbilder, Zeichnungen, Illustrationen, Collagen, Holzschnitte, Papercut, Glas, Fotografie, Druckgrafiken, Installationen, Objekte, Skulpturen, Schmuckdesign und Keramik können die Besucher bestaunen. In der Gäste-Etage präsentieren außerdem 16 Gastkünstler ihre Werke.

Hinzu kommen eine Open-Air-Performance, ein Atelier-Konzert, eine Familien-Foto-Aktion und eine Sonderausstellung.

Performance über die Rolle der Frau

„Women – facts & fakes“ hat Christine Manderla ihre Performance genannt. Sie setzt sich mit „fake news“ auseinander und wie sie über die Zeit kulturelle Normen und die Rolle der Frau in der Gesellschaft beeinflusst haben und es immer noch tun. Sie beginnt am Sonnabend um 20 Uhr im 3. Hof der Gerichtshöfe. Um 20.30 Uhr später folgt ein Mini-Konzert mit der Berliner Singer-Songwriterin Celina Bostic im Atelier des Fotografen Jan von Holleben. Die One-Woman-Band mit Gitarre und Loop-Station besingt humorvoll und ehrlich Themen wie Rassismus, das Mutter-werden oder Polygamie. Am Sonntag fotografiert Jan von Holleben unter dem Motto „Fliegen, fliegen, fliegen“ von 15 bis 17 Uhr mit viel Spaß und Kreativität fliegende oder andere unmögliche Familienportraits auf dem Fußboden seines Fotostudios. Ein digitales Familienbild ist für 15 Euro zu haben. Auf der Gäste-Etage sind an beiden Tagen die Arbeiten aus den öffentlichem Kursen „Jeder kann malen“ ausgestellt. Das Quartiersmanagement Pankstraße fördert diese Ausstellung.

Lagepläne geben Orientierung

Damit sich in den Gerichtshöfen niemand verläuft, liegen an einem Infostand die Lagepläne der Ateliers und alles Wissenswerte zu den Künstlern im Mittelhof vor dem 2. Aufgang aus. Neben beschirmten Sitzmöbeln halten Gastronome ein kleines Sortiment an Speisen und Getränken zur Stärkung bereit. Und wer aufmerksam durch die Ateliers wandert, kann beim beliebten Art Quiz wieder echte Kunst gewinnen.

Seit 1983 gibt es Kunst in den Gerichtshöfen

Seit 1983 arbeiten Künstler, die künstlerisch wie geographisch aus den verschiedensten Richtungen kommen, in den sechs Weddinger Gewerbehöfen der Gesobau zwischen Gericht- und Wiesenstraße. Das Kunstquartier ist mit gut 70 Ateliers inzwischen eines der größten in Deutschland. Seit 2004 sind viele der Künstler im Verein „Kunst in den Gerichtshöfen“ organisiert.

Die Ateliers sind am 19. September von 16 Uhr bis Mitternacht geöffnet, am 20. September von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Gäste-Etage ist als Rundgang angelegt und kann nur über den Aufgang A4 betreten werden. Die kostenfreien kommentierten Ateliertouren fallen in diesem Jahr aus. Ort: Gerichtshöfe Wedding, Zugang über Gerichtstraße 12 oder Wiesenstraße 62.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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