Moderner Neubau für alle
Unterkunft für Geflüchtete entsteht auf dem Gelände Rudower Straße 184

Berlin braucht auch zukünftig Unterkünfte für Geflüchtete, weshalb das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin (LAF) aktuell berlinweit mehrere Wohnhäuser in Fertigteilbauweise plant und errichtet. In Neukölln wird ein solcher Neubau auf dem bisherigen Schulgelände des Oberstufenzentrums (OSZ) Lise Meitner entstehen.

Noch lernen im OSZ vor Ort Schüler Chemie, Physik oder Biologie. Der Schulbetrieb wird aber bis Ende des Jahres in den Neubau an der Lipschitzallee umziehen, so der Plan. Anschließend muss das bisherige Schulgebäude an der Rudower Straße 184, das in die Jahre gekommen ist, abgerissen werden. Deshalb sei der Baubeginn für das neue Flüchtlingswohnhaus noch offen, meldet Bürgermeister Martin Hikel (SPD). Immerhin werde das notwendige Bebauungsplanverfahren parallel gestartet.

Das Wohngebäude soll nach kurzer Bauzeit in guter, dauerhafter Qualität dastehen. Alexander Straßmeir, Präsident des LAF, spricht von einer modernen Wohnanlage, die baulich auf eine 80-jährige Nutzung ausgelegt sei: „Die vorliegenden Pläne, insbesondere das Mitdenken von sozialer Infrastruktur wie Kindergarten, Kiez-oder Jugendclub in den Gebäuden zeigen, dass die intensive Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften und dem LAF auch der Nachbarschaft zugute kommt.“ Langfristig könnten statt Flüchtlinge auch Studierende, Senioren oder Familien einziehen.

Gleich Teil des Kiezes

Der Neubau an der Rudower Straße 184 wird von vornherein nur teils von Geflüchteten bezogen. Für diese Bewohnergruppe sind etwa 60 Wohnungen vorgesehen, 90 weitere stehen anderen Mietergruppen offen. So werde auf dem Gelände auch kein abgetrenntes Quartier für Geflüchtete entstehen, glaubt Bürgermeister Hikel. Der Bezirk begrüßt die geplante Flüchtlingsunterkunft, weil sie an diesem Standort an ein größeres Wohngebiet mit guter Infrastruktur angebunden ist. Kita, Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind genauso vorhanden wie Sport- und Einkaufsmöglichkeiten. „Damit sind die Voraussetzungen für Integration der Menschen vor Ort gegeben“, erklärt der Bürgermeister weiter. Auch der direkte Anschluss an den Campus Efeuweg mit seinen vielen vielfältigen Nutzungen sei ein klarer Standort-Vorteil.

Was genau geplant ist, erfahren die Kiezbewohner in einem Schreiben per Post, verspricht Hikel. Rund 14.000 Haushalte in der Umgebung würden so informiert. Am 7. November wird zudem zu einer Infoveranstaltung eingeladen, die genauen Daten hierzu soll es zeitnah geben.

Autor:

Corina Niebuhr aus Kreuzberg

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