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176 Seniorenwohnungen am Ufer der Dahme

Wo: Riviera, Regattastraße, 12527 Berlin auf Karte anzeigen
Bis 2020 sollen die historischen Gaststätten an der Regattastraße restauriert und in einen Neubaukomplex integriert werden.
Bis 2020 sollen die historischen Gaststätten an der Regattastraße restauriert und in einen Neubaukomplex integriert werden. (Foto: Ralf Drescher)

Vor rund einem Jahr hatte sich Terragon als neuer Eigentümer der früheren Ausflugslokale „Riviera“ und „Gesellschaftshaus Grünau“ präsentiert. Jetzt stellte das Immobilienunternehmen konkrete Pläne vor.

Bereits in der Bauvoranfrage an den Bezirk war 2017 zugesichert worden, dass das Äußere der denkmalgeschützten Gebäude erhalten und durch eine moderne Bebauung ergänzt wird. Für eine Bürgerinformation am 24. April hatte die Terragon ihre Architekten, Denkmalexperten und die Vertriebsleiterin eingeladen. Sie standen den rund 150 interessierten Bürgern in der Grünauer Friedenskirche Rede und Antwort.

Auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gaststättengelände und reinem früheren Parkplatz sollen fünf Gebäude entstehen, die Baudenkmale werden integriert. Während auf dem Gaststättengelände Gebäude mit 176 Seniorenwohnungen entstehen, dazu eine kleine Badelandschaft, Fitness- und Klubräume, kommen in den Neubau auf der anderen Straßenseite eine Tagespflege mit 22 Plätzen und eine Wohngruppe mit zehn Appartements für Pflegebedürftige. Außerdem wird eine Tiefgarage gebaut.

Viel Mühe will sich Terragon bei der Sicherung der denkmalgeschützten Bausubstanz geben. „Eine Bestandsaufnahme des Riviera-Saals liegt vor. Er bekommt seine ursprünglichen weißen Töne mit Goldornamenten zurück und wird damit die Wirkung aus früheren Zeiten wieder entfallen. Im Gesellschaftshaus werden in den früheren Saal Wohnungen eingebaut, das Haus bekommt quasi einen dritten Giebel, der sich auch gestalterisch von der historischen Bausubstanz unterscheiden wird“, erklärt Eric van Geisten, der für die denkmalpflegerischen Aspekte des Projekts zuständig ist.

Auch zur gärtnerischen Gestaltung des Umfelds liegen Entwürfe vor. Während die Durchgänge zwischen den Häusern abends verschlossen werden, gibt es künftig einen jederzeit öffentlich zugänglichen Uferweg mit Grünanlage. Hier wird es unter anderem Sitzbänke, Beete mit Ziergräsern und einen Kinderspielplatz geben. Derzeit prüft Terragon noch, ob eine Steganlage mit Sommergastronomie genehmigungsfähig ist.

Und dann wurde die Innenraumgestaltung vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass eine Wohnanlage mit höherwertiger Ausstattung geplant ist. Das zeigen zumindest die Entwürfe für Lobby und Bewohnerzimmer. „Jedes Haus bekommt im Innern eine individuelle Farbgebung und dadurch ein eigenes Gesicht“, sagt Annette Heilig, im aktuellen Projekt für die Innenarchitektur zuständig.

Inzwischen sind beim Bezirk alle nötigen Anträge eingereicht und warten auf Bearbeitung. „Wir möchten Ende des Jahres mit dem Bau beginnen und im Sommer 2020 fertig sein“, sagt Terragon-Vorstand Michael Held. Zum Projekt am Grünauer Dahmeufer soll es bald eine Internetseite mit Entwürfen, Informationen und grafischen Darstellungen geben.

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