2,5 Millionen Euro für ein Baudenkmal
Bundestag stellt Mittel zur Sanierung eines Bootshauses bereit

Blick von Wendenschloss aus - das unter Denkmalschutz stehende Bootshaus am Langen See wurde 1906 an die Ruderer des RC Borussia übergeben.  | Foto: Ralf Drescher
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Vor über 100 Jahren war Grünau eine Wiege des deutschen Wassersports. Mehrere historische Bootshäuser an der Regattastraße erinnern noch heute daran. Eines davon kann nun denkmalgerecht saniert und umgebaut werden.

Jetzt wurde bekannt, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags 2,5 Millionen Euro für Sanierung und Umbau des Bootshauses in der Regattastraße 239 bereitgestellt hat. „Mit dem Geld für das historische Bootshaus stärken wir den Sportstandort Grünau und helfen, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Die Nutzung des Gebäudes wird sich künftig nicht auf den Sport beschränken, ein gemeinnütziger Träger wird hier Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche schaffen“, erklärt dazu Bürgermeister Oliver Igel (SPD).

Das Bootshaus war 1905/06 für den Ruder-Sport-Club Borussia errichtet worden. Mit seinem beeindruckenden Krüppelwalmdach und dem landseitigen Treppenturm gehört es zu den Landmarken am Dahmeufer, die an die Anfangszeiten des deutschen Wassersports vor über 100 Jahren erinnern. Noch heute haben im Gebäude zwei Rudervereine ihre sportliche Heimat. Viele Ruder- und Segelbootshäuser sowie die historische Regattastrecke stehen unter Denkmalschutz. Deshalb müssen bei Umbau oder Sanierung schnell sehr große Summen aufgerufen werden. Auch für die Restaurierung der Regattatribüne gab es für den Bezirk bereits Bundesmittel. Derzeit bemüht man sich dort um zusätzliche Mittel aus dem sogenannten SED-Vermögen (Berliner Woche berichtete).

Vermutlich beginnen die Arbeiten im Bootshaus an der Regattastraße 239 schon in den nächsten Monaten. Ein erster Teil der zugesagten Mittel, 600 000 Euro, stellt der Bund noch in diesem Jahr zur Verfügung.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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