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Favorit sind die anderen: Berliner SC mischt die Berlin-Liga auf

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Louis Arnst und der Berliner SC haben einen großartigen Saisonstart hingelegt.
Louis Arnst und der Berliner SC haben einen großartigen Saisonstart hingelegt. (Foto: Michael Nittel)

Der Berliner SC belegt nach 15 Spieltagen in der Berlin-Liga mit elf Siegen, zwei Remis und nur zwei Niederlagen den zweiten Tabellenplatz. Am 2. Dezember wurde der TuS Makkabi mit 4:2 bezwungen. Berliner-Woche-Reporter Michael Nittel sprach mit BSC-Kapitän Louis Arnst über die Gründe für den großartigen Saisonstart und die Ambitionen des BSC in dieser Saison.

In den vergangenenen Jahren ist der BSC immer im Tabellenmittelfeld der Berlin-Liga gelandet, in der zurückliegenden Spielzeit auf Rang neun. Was hat sich bei Ihnen verändert, dass Sie plötzlich so erfolgreich sind?

Louis Arnst: In den vergangenen Jahren hatten wir immer auch gute Einzelspieler. Der größte Unterschied in dieser Saison im Vergleich zu den Vorjahren aber ist, dass wir einfach als Mannschaft gefestigter sind.

Wenn man bedenkt, dass der BSC im Sommer zahlreiche neue Spieler verpflichtet hat, ist es umso erstaunlicher, dass Sie als Team schon so gut harmonieren, oder?

Louis Arnst: Absolut. Wir hatten in diesem Jahr eine lange Vorbereitungszeit, in der wir uns schon einmal kennenlernen konnten. Und wir haben es tatsächlich geschafft, innerhalb kürzester Zeit zusammenzuwachsen. Jedes Rädchen greift momentan ins andere. Wir haben mit Salvatore Rogoli und Kwasi Boachie zwei sehr gute Spieler hinzubekommen, die sehr erfahren sind und denen es leicht fällt, sich in ein Team zu integrieren und Führungsqualitäten an den Tag zu legen.

Sind es genau diese beiden Neuverpflichtungen, die den Unterschied ausmachen, weil sie Ihrem Team auch mehr Stabilität verleihen?

Louis Arnst: Ja, die beiden sind sehr wichtig. Aber in meinen Augen hat jeder Spieler, den wir dazu bekommen haben, Qualität: Unsere beiden Stürmer Damantang Camara und Ricky Djan haben zusammen schon mehr als 20 Tore geschossen. Aber ich könnte weitere nennen: Omid Saberdest, Emre Demir – sie sind richtig gute Fußballer. Und mit Ausnahme von André Schiller und Nicola Thiele haben uns auch keine wichtigen Spieler verlassen.

Welchen Anteil hat Ihr Trainer Wolfgang Sandhowe am derzeitigen Erfolg?

Louis Arnst: Einen sehr großen Anteil: Fußball ist sein Leben! Das merkt man in jeder Trainingseinheit und in jedem Spiel. Er hasst es, zu verlieren. Am liebsten würde er – so glaube ich – zweimal am Tag mit uns trainieren. Er ist unglaublich erfahren und bringt diese Leidenschaft einfach rüber. Und das überträgt sich zurzeit auf jeden einzelnen Spieler.

Wir befinden uns kurz vor Abschluss der Hinrunde. Und Ihr Team ist in der Tabelle ganz vorn mit dabei. Der Aufstieg muss bei Ihnen jetzt doch ein Thema sein, oder?

Louis Arnst: Wir haben vor der Saison ganz klar unser Ziel ausgegeben, nämlich besser abzuschneiden als im Vorjahr, als wir Neunter geworden sind. Natürlich könnte man jetzt sagen: Der erste Platz ist auch besser als Platz neun. Aber wir machen uns überhaupt keinen Druck. Favorit sind die anderen: Blau Weiss, Croatia, Tasmania – die sind mit der klaren Vorgabe in die Saison gegangen, aufzusteigen. Dahinter können wir uns prima einordnen, entspannt von Spiel zu Spiel schauen. Und dann werden wir sehen, wofür es letztlich reichen wird. Fakt ist: Die Liga ist in diesem Jahr sehr ausgeglichen. Da kann nahezu jeder jeden schlagen. Und das macht es in dieser Saison auch so attraktiv.

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