"Sie waren groß und gesund!"

Georg Voss hegte und pflegte die Pappeln hinter seinem Wohnhaus in der Suhler Straße. Das Bezirksamt ließ die Bäume fällen, ohne die Anwohner zu informieren.
  • Georg Voss hegte und pflegte die Pappeln hinter seinem Wohnhaus in der Suhler Straße. Das Bezirksamt ließ die Bäume fällen, ohne die Anwohner zu informieren.
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<span class="docTextLocation">Hellersdorf. </span>Im Januar und Februar 2015 wurden etwa 600 Bäume rund um den Kienberg und das Wuhletal gefällt. Es handelte sich um Robinien, Eschenahorn, Pappeln und Birken. Jetzt hat das Grünflächenamt erneut eine Reihe von Bäumen entfernt. Anwohner und Initiativen protestieren dagegen.

„Mit dem Fällen muss endlich Schluss sein“, sagt Gerlinde Poul von der Bürgerinitiative Kienberg-Wuhletal. Die Menschen hätten ein Recht auf die gewachsene Natur. Das Vorgehen des Grünflächenamtes gegen augenscheinlich gesunde Bäume sei unverständlich.

„Der Eindruck täuscht manchmal“, sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Die Bäume hatten nach Einschätzung der Mitarbeiter des Grünflächenamtes teils tote Äste und ihre Lebensdauer war schon begrenzt. Außerdem untergruben ihre Wurzeln den Wanderweg, der neu angelegt werden soll. „Auf die Einschätzung meiner Mitarbeiter muss und kann ich mich verlassen“, erklärt der Stadtrat.

„Die Pappeln waren groß und gesund“, erklärt dagegen Georg Voss. Er wohnt in der Suhler Straße und musste Ende Februar feststellen, dass fünf Pappeln hinter seinem Mietshaus entlang des Wuhletals gefällt worden waren.

Es sei ohnehin fragwürdig, dass in dem Gebiet Kienberg und Wuhletal für die IGA 2017 viele Bäume weichen mussten. Warum greife das Grünflächenamt weiter zur Säge und vernichte die kleinen Naturräume im unmittelbaren Wohnumfeld?

Die Pappeln waren Voss besonders ans Herz gewachsen. Er hat sie beispielsweise im vergangenen Sommer bei großer Trockenheit zusammen mit seiner Frau selbst gegossen. „Sie spendeten den Spaziergängern Schatten und vermittelten uns den Eindruck unverfälschter gesunder Natur“, erläutert er. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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