Wasserbetriebe verbessern natürliche Bedingungen an den Kaulsdorfer Seen

Das Wasserwerk Kaulsdorf entnimmt jährlich sechs Millionen Liter Grundwasser. Zum Ausgleich verbessern die Wasserbetriebe die natürlichen Bedingungen im Butzer See und im Habermannsee.
  • Das Wasserwerk Kaulsdorf entnimmt jährlich sechs Millionen Liter Grundwasser. Zum Ausgleich verbessern die Wasserbetriebe die natürlichen Bedingungen im Butzer See und im Habermannsee.
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Corona- Unternehmens-Ticker

Kaulsdorf. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) beginnen mit Arbeiten an den Kaulsdorfer Seen. Als Ausgleich für das entnommene Grundwasser verbessern sie die natürlichen Bedingungen in den Seen und an deren Ufern.

Die ersten Arbeiten am Butzer See und am Habermannsee sollen spätestens Anfang April erfolgen. Die beiden Seen und deren Ufer werden vermessen und Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Nicht zuletzt wird nachgeforscht, ob sich in den Gewässern noch Kampfmittel befinden, etwa Bomben oder Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Diese Arbeiten werden voraussichtlich nur wenige Tage dauern. Aber es wird Einschränkungen für Spaziergänger wie Absperrungen geben. „Für diese Einschränkungen bitten wir um Verständnis, aber sie dienen der Verbesserung des Lebensraums an und in den Seen“, sagt Astrid Hackenesch-Rump, stellvertretende Pressesprecherin der BWB.

Die Wasserbetriebe tragen sämtliche Kosten für den Aufwand, den der Senat dem Wasserversorgungsunternehmen auferlegt hat. Er ist ein Ausgleich dafür, dass die BWB im Gebiet Grundwasser für ihr Wasserwerk Kaulsdorf entnehmen dürfen. Rund sechs Millionen Liter Grundwasser sind das pro Jahr für rund 160 000 Menschen in Biesdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf.

Die eigentlichen Arbeiten im Butzer See und im Habermannsee beginnen im Herbst und enden voraussichtlich im Februar 2016. Gehölze wie Bäume und Sträucher werden entfernt und in den Schilfgürteln gearbeitet. „Das geht alles erst nach der Brutzeit der Vögel“, erläutert Hackenesch-Rump.

Der Grund der Seen wird an einigen Stellen vertieft, etwa an der Engstelle zwischen der Spitze der Halbinsel im Habermannsee und dem Seeufer. So soll sichergestellt werden, dass die Biotope in und an den Seen erhalten bleiben. Hier leben beispielsweise Drosselrohrsänger oder der Zwergtaucher. Auch Wechselkröten sind hier beheimatet, Tiere, die Feuchtgebiete benötigen.

Die Arbeiten an den Kaulsdorfer Seen sind nur ein Teil der Auflagen des Senats für die Wasserbetrieben. Auch die Renaturierung des Wernerbades sowie die Verbesserung der Natur in der Dammheide in Treptow-Köpenick. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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