Das große Quaken kann beginnen: Pflegemaßnahmen im Unkenpfuhl

Der Unkenpfuhl beherbergt den Moorfrosch. | Foto: Enrico Hübner
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  • Der Unkenpfuhl beherbergt den Moorfrosch.
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Der Unkenpfuhl Kladow soll noch lebendiger werden. Das aktuelle Konzept sieht weitere „Wartungsarbeiten“ für das Gewässer mit Moorfrosch, Knoblauchkröte und Co. vor.

Für den Unkenpfuhl in Kladow, nahe dem Ritterfelddamm, wird derzeit ein neuer Pflegeplan erarbeitet. Das bisherige Konzept ist in die Jahre gekommen, und die Natur hat sich in den vergangenen Jahren weiter entwickelt.

Die umliegenden Bereiche des Pfuhls sind Teil des großen Landschaftsschutzgebiets Gatow, Kladow und Großglienicke. Diese sollen nicht nur erhalten, sondern verbessert werden. Im Rahmen dieses Pflegeplanes wurden und werden in den kommenden Tagen umfangreiche Gehölzarbeiten im Bereich des Unkenpfuhls, ein lebenswichtiger Raum für viele Amphibienarten, stattfinden. Ziel ist es, insbesondere den seltenen Amphibienarten wie dem Kammmolch, Moorfrosch und der Knoblauchkröte aus der Familie der Krötenfrösche dauerhaft einen entsprechenden Lebensraum mit einer großen Wasserfläche, offenen Landbereichen und auch Versteckmöglichkeiten zu bieten. Die in der Natur nur noch selten vorkommende Knoblauchkröte gehört zur Gattung der Europäischen Schaufelfußkröten und wurde im Jahre 2007 zum „Lurch des Jahres“ gekürt.

Von diesen Maßnahmen profitieren aber auch weitere gefährdete Arten, wie beispielsweise der Quirl-Tännel aus der Familie der Tännelgewächse. Die auch als quirlblättrige Tännel oder Mierenstein-Tännel bezeichnete Pflanze ist eine sehr seltene, deren Vorkommen in ganz Berlin sich ausschließlich auf den Unkenpfuhl beschränkt. Natürlich vernimmt man im Kladower Unkenpfuhl auch reichlich Gezwitscher. Die Ansprüche der dort lebenden Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Teichrohrsänger oder Laubsänger Fitis werden ebenso berücksichtigt.

Die finanziellen Mittel für die Maßnahme stammen von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz aus dem „Amphibienhilfsprogramm Berlin 2017“. Damit wird das Umwelt- und Naturschutzamt Spandau in die Lage versetzt, einen Pflege- und Entwicklungsplan zu erstellen und im Jahr 2018 den Erfolg der Maßnahmen zu dokumentieren.

Damit ist es jedoch nicht getan. Ab dem kommenden Frühjahr wird daher die Beweidung auf der Fläche durch den Landschaftspflegeverband Spandau fortgeführt, um den Lebensraum für diese seltenen Tier- und Pflanzenarten fortlaufend und konstant zu erhalten, ihn auszubauen und gemäß den Ansprüchen von Moorfrosch und seinen Verwandten gerecht zu werden.

Der Unkenpfuhl beherbergt den Moorfrosch. | Foto: Enrico Hübner
Auch der Quirl-Tännel wächst und gedeiht in dem "unkenreichen" Lebensraum. | Foto: Justus Meißner
Autor:

Mia Bavandi aus Reinickendorf

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