Saisonstart für die Wasserretter
Bis Anfang April müssen 19 Boote auf der Werft in Wendenschloß einsatzbereit sein

Julia Rothe und Sebastian Thews bei Anstricharbeiten am Rettungsboot "Müggel I".
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  • Julia Rothe und Sebastian Thews bei Anstricharbeiten am Rettungsboot "Müggel I".
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Vor allem an den Wochenenden herrscht in der Werfthalle an der Wendenschloßstraße reger Betrieb. Die Ehrenamtlichen von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Deutscher Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) bereiten den Saisonstart für den Wasserrettungsdienst vor.

Julia Rothe und Sebastian Thews bearbeiten gerade den Unterboden von „Müggel I“. Das Boot wurde 1956 auf einer Köpenicker Werft gebaut und gehört zu den ältesten Wasserfahrzeugen der Retter. Ab April muss es einsatzbereit am Steg der Rettungsstation Rahnsdorf liegen.

Fast alles an den Booten wird von den ehrenamtlichen Rettern selbst erledigt. „Wir haben mehrere KfZ-Meister im Verein, die auch Arbeiten an der Motorenanlage bewältigen. So haben wir im Motorrettungsboot ,Krossinsee' selbst den neuen Motor eingebaut und dadurch geschätzt 7000 Euro gespart“, erklärt Birko Persicke (54), stellvertretender Fachdienstleiter Wasserrettung im Arbeiter-Samariter-Bund Berlin.

Am 6. April wird Birko Persicke, wie schon in den Jahren zuvor, zur Fernbedienung für den Hallenkran greifen und die bis zu drei Tonnen schweren Boote auf den Slipwagen setzen. Mit dem werden sie dann von den Besatzungen nacheinander auf die Dahme gebracht und am Steg vertäut. „Dann gibt es eine Probefahrt, danach werden noch einmal die Ölstände kontrolliert und die Boote sind einsatzbereit. Die großen Stationen an Müggelsee, Seddinsee, Zeuthener See sowie Bammelecke und Spreetunnel gehen dann gleich in Betrieb, um die Wassersportler abzusichern. Die klassischen Badestationen wie die am Kleinen Müggelsee nehmen am 1. Mai den Betrieb auf“, erklärt Persicke.

Die Geburtsstunde der Wasserretter am Müggelsee schlug am 22. Mai 1900. Damals nahm die Station Rahnsdorf unter Federführung der Rettungsgesellschaft der Wassersportvereine von Berlin und Umgebung den Dienst auf. Neben einer Wellblechbaracke gab es einen Beobachtungsturm, einen Bootsschuppen und ein Ruderboot. Zu den Gründern der Rettungsgesellschaft gehörten auch Rahnsdorfer Fischer. Heute teilen sich ASB und DLRG den Wasserrettungsdienst im Südosten Berlins. Der ASB betreibt eine Leitstelle und zehn Rettungsstationen, die DLRG drei Rettungsstationen.

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