Fahrradclub beklagte 2013 in Berlin neun Verkehrstote

Ein Geisterrad erinnert an der Wilhelminenhofstraße an einen getöteten 27-Jährigen.
  • Ein Geisterrad erinnert an der Wilhelminenhofstraße an einen getöteten 27-Jährigen.
  • Foto: Ralf Drescher
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Treptow-Köpenick. An der Wilhelminenhofstraße, gegenüber Einmündung Marienstraße, lehnt ein weißes Fahrrad an der Laterne. Das sogenannte Geisterrad erinnert an ein Unfallopfer.

Aufgestellt hat es der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, der berlinweit auf diese Weise an neun im vorigen Jahr im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Radler erinnert. In Oberschöneweide hatte am 21. November ein 27-Jähriger versucht, mit seinem unbeleuchteten Mountainbike zwischen geparkten Autos die Wilhelminenhofstraße zu überqueren. Dabei wurde er von einem Pkw erfasst und auf die Straße geschleudert. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen er drei Tage später verstarb.

Die in ganz Berlin aufgestellten Räder bleiben bis zum Winteranfang an den Unfallstellen. Im kommenden Jahr werden sie an den Stellen aufgestellt, an denen in diesem Jahr Radfahrer ums Leben kommen. Ein Standort im Bezirk steht leider schon fest. An der Köpenicker Landstraße/Kreuzung Dammweg war am 8. Januar eine 79-jährige Radfahrerin gegen einen Lkw geprallt und gestorben.

Ralf Drescher / RD

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