Annäherung im Postscheck-Streit
Mehr geförderte Wohnungen und mehr Gewerbe

Gibt es nach den Auseinandersetzungen um die künftige Bebauung des Postscheck-Areals am Halleschen Ufer jetzt eine Einigung? Es sieht so aus.

Denn laut Bezirksamt stehe eine Vereinbarung mit dem Investor, der CG-Gruppe, inzwischen "vor dem Abschluss". Demnach soll es auf dem Grundstück einen Anteil von 22 000 Quadratmetern geförderten Wohnungsbau geben, errichtet von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo. Darüber hinaus sind weitere 6000 Quadratmeter sogenannter "preisgedämpfter Wohnraum" vorgesehen. Wird diese Abmachung wirksam, bedeutet sie ein Plus an "bezahlbarem Wohnungen" von 27 Prozent gegenüber den ursprünglichen Plänen, erklärte Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis90/Grüne).

Im Gegenzug darf die CG-Gruppe mehr Gewerbe realisieren. Etwa im Postscheck-Hochhaus, wo die bisher vorgesehenen "hochpreisigen Wohnungen" wegfallen könnten und die bereits aktuelle Büronutzung bestehen bliebe. Weitere Gewerbeflächen wären auch als Neubauten entlang der Straße denkbar.

Wie mehrfach berichtet, war über die Zukunft des einstigen Postgeländes in den vergangenen Monaten heftig gestritten worden. Auslöser dafür war die Forderung der CG-Gruppe, den Geweerbeanteil zu Lasten des vorgesehenen Wohnungsbaus zu erhöhen. Eine Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wies das zurück und lehnte auch einen von Stadtrat Schmidt ausgehandelten Kompromissvorschlag ab. Die CG-Gruppe konterte wiederum mit einem Protestplakat am Hochhaus.

Die jetzt avisierte Einigung wurde unter anderem nach einem sogenannten Vermittlungsgespräch bei Stadtentwicklungsstaatssekretär Sebastian Scheel (Linke) am 24. September auf den Weg gebracht.

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