Crowdfunding für Moviemento-Kauf
Betreiber wollen Kino erwerben

Bleibt die Ampel für das Moviemento weiter auf Grün?
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1907 wurde das Kino Moviemento am Kottbusser Damm 22 eröffnet. Es ist eines der ältesten und bekanntesten Berliner Filmtheater. Diese Geschichte könnte aber zu Ende gehen, befürchten die heutigen Macher. Es sei denn, sie werden selbst Eigentümer. Das wird jetzt versucht. Mit Hilfe von Crowdfunding.

Mitte Oktober hätten sie erfahren, dass die Räume verkauft werden sollen, berichten die Betreiber. Und das "für einen Preis, der eine wirtschaftliche Miete unmöglich machen würde". Als einzige Chance bliebe deshalb, selbst einzusteigen, um das Objekt "so der Spekulation zu entziehen".

Für den Erwerb steht eine Summe von rund zwei Millionen Euro im Raum. Etwa 400 000 Euro konnten bisher selbst aufgetrieben werden. Bleibt eine Differenz von mehr als eineinhalb Millionen. Die soll durch das Crowdfunding jetzt zumindest minimiert werden.

Am 5. November begann das Geldeinsammeln auf der Plattform Startnext. In der ersten Etappe bis Anfang Februar sind zunächst 100 000 Euro avisiert. Wird diese Hürde geschafft, ist eine weitere Fundingrunde vorgesehen. Ihr Ziel sind dann 1,6 Millionen, die bis Oktober 2020 eingespielt werden sollen.

Wer sich beteiligt, helfe mit beim Erhalt eines besonderen Standorts Berliner Kinokultur, wirbt das Moviemento. Verwiesen wird dabei unter anderem auf die zahlreichen Filmfestivals an diesem Ort, die Geburtsstätte heutiger Leinwand-Klassiker und manchen Prominenten, dessen Karriere dort begann. Etwa Regisseur Tom Tykwer, der in den 1990er Jahren für das Programm und die Vorführungen verantwortlich war. Das Kino sei eine Legende. Und zur Rettung beitragen könnten alle, die sich die Welt ohne das Moviemento nicht vorstellen können.

Davon scheint es ein paar Menschen zu geben. Bereits nach zwei Tagen war eine Crowdsumme von rund 20 000 Euro zusammengekommen.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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