Streit um Räumung

Kreuzberg. Am 30. April wurden auf dem Mariannenplatz zwei sogenannte Tiny Houses geräumt. Sie waren seit etwa einem Jahr von zwei Männern bewohnt worden. Die Linksfraktion in der BVV kritisierte das Vorgehen. Die beiden Häuschen hätten niemanden gestört, meinten die Vorsitzenden Katja Jösting und Oliver Nöll.

Die Räumung wäre vielleicht formaljuristisch begründet, sozialpolitisch aber fragwürdig. Sie sei erst nach zweimaligem Fristablauf erfolgt, hieß es in einer Erwiderung des Bezirksamtes. Außerdem hätten die Bewohner kein Verlegen an einen anderen Platz akzeptiert und ebenso alternative Unterbringungsmöglichkeiten abgelehnt. Und schließlich existierten Sicherheitsbedenken wegen der Maifeiern. Was nicht zuletzt auf das von den Linken veranstaltete Fest auf dem Mariannenplatz zielte.

Das könne aber keine Begründung für die Räumung sein, erklärten Jösting und Nöll. Ihre Partei habe immer deutlich gemacht, dass sie wegen der Tiny Houses keine Beeinträchtigung sehe. Schlusssatz: "Wir werden über Konsequenzen beraten müssen". tf

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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