Hallenbad im Prinzenbad
Bäderbetriebe planen Zwischenlösung

Das Prinzenbad gehört zu den beliebtesten Freibädern in Berlin. Ab kommendem Jahr soll dort auch überdachtes Schwimmen möglich sein.
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  • Foto: Thomas Frey
  • hochgeladen von Thomas Frey

Auf dem Gelände des Prinzenbads soll ein temporäres überdachtes Schwimmbad errichtet werden.

Nach Angaben der Berliner Bäderbetriebe soll die Halle bereits Anfang kommenden Jahres stehen. Erst wenn sie fertig sei, werde das Spreewaldbad geschlossen, erfuhren die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses.

Wie mehrfach berichtet, soll das Spreewaldbad eigentlich ab Ende 2019 umfassend saniert werden und steht dann mindestens zwei Jahre nicht zur Verfügung. Ohne Ersatz gäbe es dann in ganz Friedrichshain-Kreuzberg kein Hallenbad mehr.

Der Standort Holzmarktstraße ist bereits dicht. Dort gab es ebenfalls Baumängel, außerdem sollen auf dem Grundstück Wohnungen für Studenten entstehen. In diesen Plänen enthalten ist zwar ein Neubau und damit eine Wiedereröffnung des Bads. Aber das wird viele Jahre dauern. Auch das Baerwaldbad wird noch länger keinen Betrieb anbieten.

Hallenbad kann Defizite nicht ausgleichen

Bleibt also nur die Alternative im Prinzenbad. Sie soll aus fünf 25-Meter-Bahnen inklusive Umkleide- und Sanitärbereich bestehen, errichtet aus Fertigbau-Betonteilen und vorgesehen für eine mehrjährige Zwischennutzung. Denn das Problem zu weniger Schwimmflächen bleibe in Friedrichshain-Kreuzberg auch dann bestehen, wenn das Spreewaldbad wieder eröffnet, sagte Sportstadtrat Andy Hehmke (SPD). Außerdem planten die Bäderbetriebe weitere Sanierungen in anderen Bezirken.

Ohnehin wird das temporäre Hallenbad nur einen kleinen Teil der Defizite auffangen. Gerade was die öffentliche Nachfrage betrifft, bemängelte die Grünen-Bezirksverordnete Taina Gärtner. Die Bäderbetriebe hätten bisher nicht einmal eine verbindliche Zusage für ein regelmäßiges Angebot am Morgen machen können. Nach ihrer Ansicht kümmere sich auch der Stadtrat vor allem um das Schul- und Vereinsschwimmen. Ausreichende Öffnungszeiten für alle wären aber ebenfalls wichtig.

Das gelte aber erst recht für den Schwimmunterricht, meinte Andy Hehmke. Und schon jetzt sei klar, dass der in der Prinzenbad-Halle nicht vollständig abgedeckt werden könne. Das bedeutet, viele Schüler müssen weiter in die Badeanstalten anderer Bezirke pendeln.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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