Mobiles Netzwerk
Gewobag und BVG eröffnen Sharing Station an der Gitschiner Straße

Henrik Henecke, Snezana Michaelis und Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Bündnis90/Grüne) bei der Eröffnung des Hubs.
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  • Henrik Henecke, Snezana Michaelis und Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Bündnis90/Grüne) bei der Eröffnung des Hubs.
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Autos, auch solche mit Elektroantrieb, stehen auf den Parkplätzen. Dazu Roller und Fahrräder. Das alles nur wenige Schritte vom U-Bahnhof Prinzenstraße entfernt.

Dort, in der Gitschiner Straße 64, wurde am 12. April der erste Mobilitätshub Berlins, genannt "Jelbi-Station", eröffnet. Sprich, eine Ausleihstation für Fahrzeuge aller Art. Entstanden in Kooperation zwischen der Gewobag und der BVG.

Das kommunale Wohnungsunternehmen stellte das Grundstück zur Verfügung und sorgte für das Einrichten der Hubs. Die Verkehrsbetriebe haben wiederum weitere Mobilitätsdienstleister für ein Partnernetzwerk mit ins Boot geholt. Miles, Oply, Flinkster, Mobileeee, Emmy und Nextbike sind von Beginn an dabei. Zusätzliche Anbieter können und sollen dazu kommen. Sie alle sind voraussichtlich ab Sommer auf einer gemeinsamen App versammelt, die die BVG ebenfalls programmieren lässt.

Die Vier- und Zweiräder wären für viele Nutzergruppen interessant, wurde bei der Eröffnung betont. Etwa wenn kurzfristig ein Auto für den Einkauf benötigt werde. Ein Roller für einen Ausflug, das Fahrrad, um nicht nur Strecken in der unmittelbaren Umgebung zurückzulegen. Zunächst klinge das wie ein Konkurrenzangebot zur BVG, sagt deren Vorstand Henrik Haenecke. Aber das gelte nur für den ersten Blick. Denn das Ziel sei ja, dass der motorisierte Individualverkehr weniger und effektiver genutzt werde. Und Menschen, die Sharing-Angebote statt eines eigenen Autos nutzen, würden wahrscheinlich auch häufiger auf Bus und Bahn als Fortbewegungsmittel zurückgreifen. Erst recht, wenn sich, wie in diese Fall, ein U-Bahnhof für die An- und Abreise eignet.

Es gehe darum, Alternativen aufzuzeigen, auf die manche vielleicht nicht so ohne weiteres kommen, sekundierte Gewobag-Vorstandsmitglied Szezana Michaelis. Für ihr Unternehmen ist das Projekt nicht zuletzt wegen des erhofften Platzgewinns interessant. Denn je mehr Mieter auf ein eigenes Auto verzichten, um so mehr Fläche steht für anderes zur Verfügung. Und die wird nicht nur für weiteren Wohnungsbau benötigt.

Das alles passt auch gut ins Mobilitätskonzept des Senats. Der Hub an der Gitschiner Straße soll nicht der einzige bleiben. Die Gewobag plant weitere solcher Sharing-Stellen, zum Beispiel an der Landsberger Allee und am U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz.

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